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Wahl 2011
Arbeiten für 400 Euro oder weniger
Drohende Altersarmut – Immer mehr Mini-Jobs in Oldenburg

IG BAU befürchtet zunehmende Altersarmut in Oldenburg: Eine steigende Zahl von Mini-Jobs ohne ausreichende Altersabsicherung hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt beklagt. So habe in den vergangenen Jahren die Zahl der Geringverdiener in der Stadt Oldenburg um 8 Prozent zugenommen. „Im Jahr 2001 hatten hier 11.933 Beschäftige ausschließlich einen Job von bis zu 400 Euro im Monat. Im vergangenen Jahr waren es bereits 12.883“, sagt Hans-Otto Rohde, Vorsitzender des IG BAU-Bezirksverbands Nordwest-Niedersachsen, und verweist dabei auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Immer öfter verdrängten Mini-Jobs reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Insbesondere im Gebäudereinigerhandwerk seien geringfügige Beschäftigungsverhältnisse an der Tagesordnung
„Dies ist eine fatale Entwicklung. Mini-Jobs bedeutet auch Mini-Renten. Wer schon heute nicht genug verdient, um über die Runden zu kommen, der geht im Alter erst recht am Bettelstab“, so der Gewerkschafter. Auch Langzeitarbeitslose und Menschen mit Erwerbsminderung seien die „Armutsopfer“ von morgen. Die Rente mit 67 mache das Problem noch schlimmer, weil sie den Rentenanspruch der Menschen nach hinten schiebe.
Hans-Otto Rohde betont: „Drohende Altersarmut, zu wenig sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, zu viele Billigjobs und Niedriglöhne – damit dürfen sich die Menschen nicht einfach abfinden.“ Deshalb ruft der IG BAU-Bezirksverbandsvorsitzende zur aktiven Teilnahme an den Veranstaltungen des DGB und seiner Einzelgewerkschaften zum 1. Mai auf. Die Beschäftigten müssten im Superwahljahr ein deutliches Signal setzen. Rohde: „Wenn nicht jetzt, wann dann…?“
Quelle der Zahlen:
Bundesagentur für Arbeit, Geringfügig entlohnte Beschäftigte am Stichtag 30. Juni 2001, bzw. 30. Juni 2008
Gero Lüers
IG BAUEN AGRAR UMWELT
Regionalbüro
Theodor Neutig Straße 41
28757 Bremen
Telefon0421 685555-80
Fax0421 685555-89
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