Aktuelles, Osnabrück

Mindestlohn-Sheriffs beim Ossensamstag

Auch in diesem Jahr hat die IG BAU den Karnevalsumzug in Osnabrück beim sogenannten „Ossensamstag“ mit einer tollen Fußgruppe bereichert. Als Western-Sheriffs und mit einer Pionierkutsche, die von menschlichen Pferden gezogen wurde, haben die beiden Bezirksverbände aus Mainfranken und Osnabrück-Emsland mit dieser gemeinsamen Aktion wieder politische Aktualität aufgegriffen.

Mindestlohn

So marschierten die „Mindestlohn-Sheriffs“ mit bester Laune durch die Innenstadt. Die Kinder und erwachsenen Zuschauer erfreuten sich an den Süßigkeiten und Blumen, die großzügig in die Menge verteilt wurden. Dabei fand auch der liebevoll gestaltete Themenwagen, eine Gefangenenkutsche, großen Anklang.

Mindestlohn

„Jeder Arbeitgeber, der weniger als den Mindestlohn zahlt, gehört hinter Gitter oder an die Kette gelegt“, so die Forderungen unserer Gewerkschafter. Deshalb mussten sich auch einige „Arbeitgeber“ an Ketten hinter der Gefängniskutsche herziehen lassen. In Sachen Mindestlohn ist die IG BAU Vorreiter. Schon lange vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohn von € 8,50 konnten wir Branchenmindestlöhne durchsetzen, mit denen dem grenzenlosen Lohndumping ein wirksamer Riegel vorgeschoben wird.

Mindestlohn

Somit sind die Forderungen nach Kontrollen und harten Sanktionen bei Mindestlohnverstößen durchaus berechtigt – damit auf den Baustellen kein Wild-West sondern faire Arbeit herrscht. Den Stimmen für eine Aufweichung der Mindestlohn- Kriterien wurde hier vor mehreren Zehntausend begeisterten Zuschauern entlang der Strecke eine deutliche Absage erteilt.

„Wir werden auch in Zukunft kritisch und mit Blick auf Einhaltung des Erreichten, auch mit weiteren Aktionen die politische Gemengelage begleiten und Arbeitnehmer-Interessen immer wieder in den Fokus stellen“ waren sich die beiden Bezirksvorsitzenden Wilhelm Schlee und Michael Groha einig.

Ein Beitrag mit Material unserer Kollegen Herbert Hilberink und Wolfgang Kuhn.