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Freizügigkeit: „Das Geschäft mit Osteuropa?“

Der Fleischsektor in Deutschland boomt wie selten zuvor. Im Sekundentakt wird geschlachtet: Millionen Tiere werden – besonders vor den Festtagen – als Weihnachtsgänse, Schweinebraten und Lamm- oder Rinderfilet getötet, zerlegt und verpackt. Nicht selten stehen WanderarbeiterInnen aus Polen, Rumänien und Ungarn am Schlachtband.

Mit falschen Versprechungen und Hoffnungen von hohen Löhnen, großen Zimmern und drei festen Mahlzeiten am Tag wird die wirtschaftliche Notlage der ArbeiterInnen ausgenutzt. Die Realität ist meist eine ganz andere: Durcharbeiten bis zum Umfallen, willkürliche Lohnabzüge für Wohnung und Arbeitsgeräte, nicht bezahlte Überstunden, Vierbettzimmer und – im Extremfall – sogar Gewaltandrohung.

Die geplante Reform der Entsenderichtlinie durch die Europäische Kommission in diesem Jahr gibt Anlass zur Hoffnung: Es wird über gerechtere Löhne, fairen Wettbewerb und gleiche Standards für LeiharbeiterInnen diskutiert. Aber reichen die Anstrengungen der Kommission aus? Welche Auswirkungen kann der eben beendete Konsultationsprozess über eine „Europäische Säule sozialer Rechte“ wirklich haben?

Darüber wollen wir mit folgenden Referierenden diskutieren:

Moderation

Ort und Zeit

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, dem 17. Januar 2017 17:00 – 19:00 Uhr im EuropaPunkt Bremen, Am Markt 20, 28195 Bremen.

Die Veranstaltung wurde konzipiert von dem Werkstudenten des EuropaPunktBremen, Erik Springer.