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Zum Internationalen Tag der Gebäudereiniger am Donnerstag (15. Juni)

Einen Euro mehr für 10.510 Reinigungskräfte, die Bremen Tag für Tag sauber halten Sauberer Lohn fürs Saubermachen – raus aus dem Niedriglohn: Rund 10.510 Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer gibt es in Bremen. „In Schulen und Altenheimen, in Büros und Fabriken machen sie einen sauberen Job. Meistens dann, wenn es keiner mehr sieht – spät abends oder früh morgens“, sagt die Gebäudereiniger- Gewerkschaft IG BAU Land Bremen und Umzu. Zum Internationalen Tag der Gebäudereinigung am kommenden Donnerstag (15. Juni) fordert sie faire Arbeits- und Lohnbedingungen und mehr Anerkennung für die Beschäftigten der Branche. „Alle, die Bremen sauber halten, haben Wertschätzung für ihre Arbeit verdient. Sie machen einen Knochenjob. Büros, Flure, Fenster und Toiletten zu putzen, ist harte Arbeit“, sagt Wolfgang Jägers. Für den Regionalleiter der IG BAU Land Bremen und Umzu ist es besonders wichtig, dass zur Achtung der Arbeit, die Reinigungskräfte leisten, auch eine faire Bezahlung gehört: „Wir wollen raus aus dem Niedriglohn. Gebäudereinigung ist ein Handwerk. Für gute Qualität und Zuverlässigkeit sind die Kunden der Reinigungsfirmen bereit, auch einen vernünftigen Preis zu bezahlen. Und dieses …

Zum Mai: Lohn-Plus von 2,2 Prozent in der Baubranche

Für 52.300 Bauarbeiter aus der Weser-Ems-Region gibt’s mehr Geld Mehr Schotter für die Beschäftigten am Bau: Die rund 52.300 Bauarbeiter in der Weser- Ems-Region bekommen ab diesem Monat mehr Geld. Zum Mai steigen die Löhne um 2,2 Prozent auf jetzt 19,51 Euro in der Stunde. Ein gelernter Maurer oder Betonbauer geht so am Monatsende mit knapp 73 Euro mehr nach Hause. Das hat die IG BAU Weser-Ems mitgeteilt. Die Gewerkschaft rät den Beschäftigten zum Lohn-Check: „Mit der nächsten Lohnabrechnung muss das Plus auf dem Konto sein“, sagt Regionalleiter Wolfgang Jägers. Demnächst verhandelt die IG BAU außerdem über eine Erhöhung der Mindestlöhne in der Branche. „Für Fachkräfte aber gilt: Messlatte ist der Tariflohn“, so Jägers. Anspruch auf diesen haben Bauarbeiter, die Gewerkschaftsmitglieder sind und deren Betrieb dem Arbeitgeberverband angehört. Angesichts einer bundesweit anziehenden Baukonjunktur sei die Erhöhung mehr als gerechtfertigt. Allein im Wohnungsbau hätten die Investitionen im letzten Jahr um 4,2 Prozent zugenommen. In ihrem Frühjahrsgutachten gingen führende Wirtschaftsforscher zudem von einem weiteren kräftigen Wachstum der Baubranche aus. Jägers: „Davon muss auch was in den Portemonnaies …

Neue Vorstände in den Bezirksverbänden

In den Bezirksverbänden der Region Weser-Ems sind die neuen Bezirksvorstände gewählt worden. Bezirksverbandstag Osnabrück-Emsland Am 25. März war der Bezirksverbandstag des Bezirksverbandes Osnabrück-Emsland im Hotel „Am Wasserfall“ in Lingen. Grußwort und Rede hielt Piet Meyer, Gewerkschaftssekretär des Bezirksverbandes. In den neuen Vorstand gewählt wurden: Friedrich Pfohl (Vorsitzender), Herbert Hilberink (Stellv. Vorsitzender), Ansgar Brink, David Engel, Martina Krebs, Siegfried Nakat ,Marco Paetzel und Günter Ratz. Ein großes Danke an die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und Gratulation dem neuen Vorstand zur Wahl und auf eine gute Zusammenarbeit. Bezirksverbandstag Land Bremen und Umzu Auf dem Bezirksverbandstag im Bezirksverband Land Bremen und Umzu am 1. April wurde nach vier Jahren wieder ein neuer Bezirksvorstand gewählt. Die Veranstaltung im Hotel Bier-Cafe Hülsmann, in Stadtland Rodenkirchen fand großen Anklang bei unseren ehrenamtlichen Kollegen. Unser stellvertretender Bundesvorsitzender Dietmar Schäfers war als unser Ehrengast anwesend und hielt ein Grußwort. Thema war unter anderen der soziale Wohnungsbau und die Rentensituation in Deutschland, insbesondere im Vergleich zu der Situation in Österreich. Auch unser Regionalleiter, Wolfgang Jägers, hielt eine Ansprache. Er ging …

Europaweite Informationen über Tarife und Rechte

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) begrüßt den europaweiten Start einer eigenen Webseite über Tarife und Rechte auf Baustellen. Die ab heute erreichbare Internetseite http://www.constructionworkers.eu/de der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH) klärt Beschäftigte am Bau in 24 Sprachen über ihre Arbeitsrechte in den einzelnen EU-Staaten auf. Wichtige Informationen wie etwa neue Lohnhöhen aufgrund von geänderten Tarifverträgen werden stets aktualisiert. „Ein wesentliches Problem der Ausbeutung auf Baustellen ist die Unkenntnis der Bauarbeiter aus anderen EU-Ländern über ihre Rechte. Wer nicht weiß, was ihm zusteht kann das auch nicht einfordern. Das neue Internet-Angebot erleichtert den Betroffenen die Info-Suche“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers, der gleichzeitig Präsident des EFBH ist. „Während sich die EU darin überschlägt wirtschaftliche Schranken im Binnenmarkt zu schleifen, tut sie so gut wie nichts dafür, die sozialen Rechte der Arbeitnehmer europaweit auf das gleiche Niveau zu heben. Wir haben innerhalb des Binnenmarkts immer noch sehr unterschiedliche Arbeits- und Sozialrechte. Das beginnt mit der Lohnhöhe, gilt für Arbeitszeiten, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Krankheit oder Urlaub. Mit www.constructionworkers.eu können Betroffene schnell und vor allem …

Spargelernte: IG BAU rät Saisonarbeitern zu Lohn-Check

Gewerkschaft informiert Beschäftigte in sechs Sprachen Faire Arbeit für den richtigen Spargelgenuss: Zum Beginn der Spargelzeit appelliert die IG BAU Weser-Ems an Erntehelfer in der Region, ihren Lohn zu prüfen. „Eine Saisonkraft muss in diesem Jahr mindestens 8,60 Euro pro Stunde bekommen“, erklärt der Regionalleiter der Agrar- und Umweltgewerkschaft, Wolfgang Jägers. Mit Flyern in sechs Sprachen – unter anderem Rumänisch, Bulgarisch und Polnisch – informiert die IG BAU Beschäftigte über ihre Rechte, etwa auch bei Unterkunft und Verpflegung. „Viele Saisonarbeiter kommen aus osteuropäischen Ländern zur Spargelernte zu uns. Oft wissen sie nicht, dass es überhaupt einen Mindestverdienst gibt. Das nutzen manche Chefs schamlos aus. Zusammen mit den Beschäftigten wollen wir gegen Lohn-Prellerei vorgehen“, so Jägers. Zu den Schwerpunkten der IG BAU-Info-Kampagne zählt auch die Dokumentation der Arbeitszeiten. Jede Hilfskraft solle über seine Schichten Buch führen und die Zeiten später mit dem Lohnzettel abgleichen. Bei dem Mindestentgelt von 8,60 Euro in der Landwirtschaft handelt es sich um eine Übergangsregelung. Ab November dieses Jahres erhalten Saisonkräfte dann 9,10 Euro in Ost und West. „Rund 20 Kilogramm Spargel …

Forstwirtschaft – Deutliche Reallohnsteigerung

Beschäftigte der Länder halten Anschluss Tarif- und Besoldungsrunde 2017 Länder (TdL) zum TV-L und TV-Forst Tarifeinigung in der dritten Verhandlungsrunde. Am 17. Februar 2017 verständigten sich die Tarifvertragsparteien auf ein Tarifergebnis in der Tarif- und Besoldungsrunde für die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes der Länder (außer Hessen), das deutliche Reallohnerhöhungen und strukturelle Verbesserungen beinhaltet. Mit dem umfassenden Gesamtpaket konnten die Gewerkschaften zentrale Forderungen umsetzen: deutliche Reallohnsteigerungen, Verbesserungen in den oberen Entgeltgruppen ausbalanciert durch eine soziale Komponente und Verbesserungen für die Auszubildenden. Damit halten die Beschäftigten der Länder Anschluss an den Entwicklungen im TVöD. Insgesamt ein positives Ergebnis, dass zeitweise nicht zu erwarten war. Ohne den Druck durch die Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen, insbesondere der Jugend, wäre das Ergebnis sicherlich nicht zustande gekommen. Im Einzelnen konnten wir Folgendes vereinbaren: Im Einzelnen konnten wir Folgendes vereinbaren: Entgelterhöhung rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2,0 Prozent, mindestens je-doch um 75 Euro begrenzt auf den Entgeltbetrag von 3.200,00 Euro und ab 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent. Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018 (24 Monate). In den Entgeltgruppen …

Raus aus der Minijob-Falle

Raus aus der Minijob-Falle Damit der 450-Euro-Job nicht zur Falle wird: Die rund 17.500 Minijobber im Kreis Cuxhaven sollen bessergestellt werden. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt. Die IG BAU schlägt dazu eine Reform der geringfügigen Beschäftigung vor. Demnach sollen Minijobs schon ab dem ersten Euro in die Sozialversicherung einbezogen werden. „Minijobs waren als flexible und vorübergehende Lösung gedacht. Aber für viele Beschäftigte – etwa in der Reinigung – sind sie langsam zum Dauerzustand geworden, aus dem sie nicht mehr herauskommen“, sagt Inge Bogatzki von der IG BAU Land Bremen und Umzu. Eine Reform sei deshalb „mehr als überfällig“. Nach aktuellen Angaben der Arbeitsagentur arbeiten im Landkreis Cuxhaven allein in der Gebäudereinigung rund 360 Minijobber. Damit sind 75 Prozent aller Mitarbeiter der Branche geringfügig beschäftigt. „Viele von ihnen haben seit Jahren keine Chance auf eine reguläre Stelle. Wegen fehlender Sozial- und Rentenbeiträge sind sie stark von Altersarmut bedroht“, betont die IG BAU-Bezirksvorsitzende. Betroffen seien insbesondere Frauen: 62 Prozent aller geringfügig Beschäftigten im Kreis Cuxhaven sind laut Arbeitsagentur weiblich. Die IG BAU will gemeinsam mit dem Deutschen …

Nein zur Autobahn-Privatisierung

IG BAU appelliert an Abgeordnete aus der Weser-Ems-Region – Keine „Heuschrecken-Autobahn“ Profit mit der Autobahn? Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat vor einer schleichenden Privatisierung der heimischen Autobahnen gewarnt. Bundes- und Landtagsabgeordnete aus der Weser-Ems-Region sollten sich jetzt in Berlin gegen entsprechende Pläne starkmachen, fordert die Gewerkschaft. „Die Autobahn gehört zur öffentlichen Infrastruktur und darf auf keinen Fall den Gewinninteressen einzelner untergeordnet werden“, sagt IG BAU-Regionalleiter Wolfgang Jägers. Allein in Bremen und Niedersachsen stehe langfristig die Zukunft von 1.500 Autobahn-Kilometern auf dem Spiel. „Kein einziger davon darf privatisiert werden. Privat-Autobahnen wären eine Milchmädchenrechnung zulasten der Autofahrer und Steuerzahler“, so Jägers. Zum Hintergrund: Im Dezember hatte das Kabinett die Gründung einer „Infrastrukturgesellschaft“ beschlossen, die künftig die Bundesautobahnen (BAB) bauen, planen und betreiben soll. Geplant ist zwar der Verbleib der GmbH in Staatseigentum. Durch sogenannte „Public-private-Partnerships“ ist der Bau und Betrieb zahlreicher Streckenabschnitte in privater Hand jedoch weiterhin möglich, so die IG BAU Weser-Ems. Die Gewerkschaft befürchtet eine fortschreitende „Privatisierung durch die Hintertür“ und warnt vor einer „Heuschrecken-BAB“. Per Maut könnten Investoren die Autofahrer kräftig zur Kasse …

Auf Montage muss der Chef ab jetzt die Unterkunft stellen – und bezahlen

Im Container übernachten und das auch noch selbst bezahlen – damit ist jetzt Schluss. Für die mehr als 48.800 Bauarbeiter zwischen Ems, Weser und Elbe gilt bei „Arbeitsstellen ohne tägliche Heimfahrt“: Ab Januar muss der Chef die Unterkunft nicht nur stellen, sondern auch komplett dafür aufkommen. Anders als bislang darf er dafür nichts von der sogenannten „Auslöse“ abziehen. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.

Winter Baustelle

4.600 Betriebe in der Weser-Ems-Region können Schlechtwettergeld

Arbeitslos im Winter – das muss nicht sein: Die rund 4.600 Baubetriebe zwischen Ems, Weser und Elbe können ihren Mitarbeitern in der kalten Jahreszeit den Gang zum Arbeitsamt ersparen. Wenn auf den Baustellen witterungsbedingt nichts mehr geht, erlaubt das sogenannte Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) ab dem 1. Dezember die Weiterbeschäftigung von Maurern, Dachdeckern und Co. Diese erhalten von der Arbeitsagentur dann ein Ausfallgeld in Höhe von bis zu 67 Prozent des Nettolohns. Die IG BAU Weser-Ems spricht von einer „Winter-Brücke, die möglichst viele heimische Unternehmen nutzen sollten“ – zumal eine wichtige bürokratische Hürde weggefallen sei.