Alle Artikel in: Arbeitsschutz

Neue Vereinbarung „Staubminimierung beim Bauen“

Staub-Schutz wird für 160 Baubetriebe im Landkreis Oldenburg zur Pflicht Bohren, schneiden, Putz abschlagen – staubige Arbeiten gibt es auf jeder Baustelle. Und die machen oft krank. Doch damit soll nun Schluss sein: Ab sofort müssen die rund 160 Baubetriebe im Kreis Oldenburg ihre Mitarbeiter besser vor Staub schützen – und zum Beispiel Luftreiniger anschaffen, um neue Staub-Grenzwerte einzuhalten. So steht es in der Vereinbarung „Staubminimierung beim Bauen“. Diese „Anti-Staub-Charta“ haben IG Bauen- Agrar-Umwelt (IG BAU), Arbeitgeberverbände der Baubranche, Bundesarbeitsministerium und Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft jetzt unterschrieben. Vom Maurer über den Trockenbauer bis hin zum Dachdecker profitieren nach Angaben der IG BAU allein im Landkreis Oldenburg rund 1.390 Bauarbeiter von den neuen Schutz-Standards. Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen spricht von einem „Meilenstein für die Branche“: „Mit den neuen Regeln könnte das Bild vom dreckigen und abends hustenden Bauarbeiter bald der Vergangenheit angehören“, sagt Bezirkschef Hans-Otto Rohde. Für Tausende Beschäftigte in der Region dürfte das Risiko, an den Atemwegen oder an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich sinken. Denn staubarmes Arbeiten werde nun endlich zur Pflicht, an die sich auch …

Niedersachsen: 10.143 Arbeitsunfälle in 2015

Agrar-Gewerkschaft: Unfallrisiko in heimischer Landwirtschaft senken Mehr Prävention gefordert: Die Zahl der Arbeitsunfälle in der heimischen Land- und Forstwirtschaft bleibt hoch. Im vergangenen Jahr verunfallten in Niedersachsen 10.143 Beschäftigte der grünen Branchen bei der Arbeit. Bundesweit waren es knapp 81.000. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit und beruft sich hierbei auf die aktuelle Unfallstatistik der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Die IG BAU Niedersachsen-Süd fordert die Arbeitgeber auf, sich noch stärker für einen umfassenden Arbeitsschutz zu engagieren. Denn Fortschritte gebe es bereits im Detail, sagt Bezirkschef Friedrich Falk: „Besonders bei den Maschinen hat sich viel getan. So konnte die IG BAU bei den Herstellern durchsetzen, dass zum Beispiel Häcksler nachgerüstet werden. Solange das Gerät eingeschaltet ist, verhindert ein Schutzmechanismus, dass man nicht mehr in die Trommel fassen kann, in der das Schneidwerk sitzt. Genau wie bei der Waschmaschine – da geht die Tür auch erst auf, wenn der Waschgang zu Ende ist.“ Bei Traktoren sei mittlerweile auch der regelmäßige Austausch von Staubfiltern ein Muss. Hinzu kämen immer mehr Warnhinweise auf den Maschinen. „Mit …

WM in Katar: Angehörige verunglückter Arbeiter auf Hilfe angewiesen

IG BAU startet Spendenaufruf an Fußballfans in der Weser-Ems-Region Für Fairness auch abseits des Rasens: Die IG BAU ruft Fußballfans in der Weser-Ems- Region auf, mit einer Spende die Familien der in Katar verunglückten Arbeiter zu unterstützen. „Während gerade in Frankreich gekickt wird, leiden auf den WM-Baustellen in Katar Menschen unter extremen Arbeitsbedingungen. Nach Schätzungen stirbt dort etwa ein Arbeiter pro Tag“, sagt Wolfgang Jägers von der IG BAU Weser- Ems. Im Ernstfall stünden die Hinterbliebenen meist ohne irgendeine Unterstützung da. Hier sei jeder gespendete Euro eine Hilfe, so Jägers. Nach Angaben der internationalen Bau- und Holzarbeiter-Gewerkschaft (BHI), der die IG BAU angehört, sind in dem Wüstenstaat bereits etwa 1.200 Menschen auf Baustellen verletzt worden oder tödlich verunglückt. „Die Arbeiter kommen aus Ländern wie Bangladesch, Indien oder Äthiopien. Sie müssen unter enormer Hitze und oft ganz ohne Arbeitsschutz schuften. Das ist wie Sklaverei. Und wenn dann etwas passiert, können ihre Familien weder auf ihr Heimatland noch auf die katarische Regierung hoffen“, erklärt Wolfgang Jägers. Der Regionalleiter der IG BAU Weser-Ems sichert den Spendern aus der …

Gesundheitliche Verbesserungen auf Baustellen

Antrag Fraktion der SPD Hannover, den 09.02.2016 Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Der Landtag wolle beschließen: Entschließung Baustellen, vor allem Großbaustellen, stellen eine wahrnehmbare Emissionsquelle für Feinstäube dar. Fast alle Baumaschinen werden mit Dieselmotoren angetrieben. Diese Motoren sind langlebig, effizient, leistungsstark und vielfältig einsetzbar. So vorteilhaft diese Antriebstechnik wegen der gerade im Baubereich notwendigen Leistungsstärke ist, so bestehen bauartbedingt auch Nachteile. Die Langlebigkeit dieser Motortechnik sowie wirtschaftliche Gründe führen dazu, dass viele ältere Maschinen in Nutzung sind, die einen überproportional hohen Ausstoß von Dieselruß bzw. Feinstaub aufweisen.

Verringerung von Dieselruß-Emissionen aus Baumaschinen

In den vergangenen Jahren sind von der Bauwirtschaft gemeinsam mit den Sozialpartnern große Anstrengungen unternommen worden, nachhaltiger und umweltschonender zu bauen und die gesundheitlichen Belastungen für die Beschäftigten zu reduzieren. Dies konnte unter anderem dadurch erreicht werden, dass stets moderne Maschinen- und Gerätetechnik eingesetzt und die Arbeitssicherheit kontinuierlich erhöht wurde

Arbeitsschutz – unterwegs auf Baustellen

Eine wahre Geschichte Es ist Dienstag der 7.1.2014. Gero Lüers ist mit Jochen Empen vom Projekt faire Mobilität auf mehreren Baustellen in Oldenburg unterwegs. Sie wollen polnische Arbeiter auf den Baustellen informieren und Jochens Sprachkenntnisse dabei nutzen. Am späten Nachmittag treffen sie eine Abbruchkolonne im Oldenburger Stadtteil Etzhorn. Die vier Kollegen dort haben ein Haus halb abgerissen, der Bagger arbeitet noch, drei der Kollegen aus der Nähe von Warschau sortieren Schutt unter den herabhängenden Balken und Gebäudeteilen. Das ist an sich schon riskant, besonders fällt aber auf, dass sie mit Sportschuhen auf durch den Schutt laufen und keine Helme tragen. Man kommt ins Gespräch und weist sie auf die Gefahren hin. Schleunigst wird der Chef gerufen. Der kommt schon nach drei Minuten auf die Baustelle. Der deutsche Unternehmer erklärt, er wisse wohl, dass das so nicht ginge. ABER SEINE HELME SEIEN ALLE IM EINSATZ. Was bleibt da noch zu sagen…….? Weitere Informationen www.faire-mobilitaet.de