Alle Artikel in: Junge Gewerkschaft

Azubis wählen „Nachwuchs-Betriebsräte“

Junge Beschäftigte können bis 30. November Stimme abgeben Wenn sich der Nachwuchs einmischt: In Oldenburg wählen Azubis und junge Beschäftigte ihre „U 25-Sprecher“. Noch bis zum 30. November können sie über ihre Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) im Betrieb entscheiden. Darauf hat die IG BAU Nordwest-Niedersachsen hingewiesen. „Mit ihrer Stimme verschaffen sich Berufsstarter das nötige Gehör beim Chef. Die JAV ist die Interessenvertretung der jungen Beschäftigten in den Unternehmen“, erklärt IG BAU-Bezirkschef Hans-Otto Rohde. Jede abgegebene Stimme sei wichtig, so Rohde – gerade auch mit Blick auf die neuen Azubis: „Egal, ob Scherereien mit dem Ausbilder, häufige Überstunden, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Ausbildungsqualität – es gibt viele Azubi-typische Probleme. Hier kommen die Jugendvertreter ins Spiel. Durch ihr Mandat können sie mit dem Chef Klartext reden – und auf Verbesserungen pochen“, sagt Rohde. Denn gerade zu Beginn der Lehre trauten sich viele Azubis nicht, Probleme selbst anzusprechen. Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen appelliert an die heimischen Firmen, die Wahlen zu unterstützen. Denn eine engagierte Jugend könne schließlich ein großer Gewinn gerade auch für die Handwerksbetriebe sein, ist sich …

Tarifbewegung 2016

„Die Kosten für die Fahrt zur Berufsschule können für Bau-Azubis schnell im dreistelligen Bereich liegen. Darauf machte am vergangenen Samstag eine Gruppe der Jungen BAU in der Nürnberger Innenstadt aufmerksam und bekräftigte so die Forderung der IG BAU zur Übernahme der Fahrtkosten zur Berufsschule bei den laufenden Bautarifverhandlungen.“

„Azubi-Lohntüten-Check“ des Bundesinstituts für Berufsbildung

Topverdienst für Bau-Nachwuchs unter 5.360 Azubis in Oldenburg Der Nachwuchs auf dem Bau steht an der Spitze. Von den rund 5.360 Auszubildenden in Oldenburg verdienen die 84 Azubis in der Baubranche am besten. Das geht aus einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hervor. Dabei wurden bundesweit die tariflichen Ausbildungsvergütungen in den gängigsten Berufen ausgewertet. Demnach bekommen vom Maurer bis zum Straßenbauer alle Bau-Azubis während ihrer dreijährigen Ausbildung im Schnitt 1.030 Euro pro Monat. „Noch nie war eine Ausbildung auf dem Bau in Oldenburg so attraktiv wie heute“, sagt Hans-Otto Rohde. Azubis auf dem Bau seien aber nicht nur beim Lohn ganz vorn, so der Bezirksvorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Nordwest-Niedersachsen. „Sie haben auch besondere Vorteile bei der Altersvorsorge“, betont Rohde. Denn auf dem Bau gebe es eine tarifliche Zusatzrente. Außerdem seien die Chancen nach der Ausbildung gut, die Karriereleiter auf dem Bau hochzuklettern, so der Gewerkschafter. „Der Maurer kann es über die Aufstiegsfortbildung bis zum Geprüften Polier bringen.“ Für Rohde ist die „Azubi-Lohntüte“ auf dem Bau attraktiv: Im ersten Lehrjahr erhalten Auszubildende im …

IG BAU trifft Karneval

Das aktuelle IG Bau Thema „FAIRE ARBEIT JETZT“ ist mit Kostümen, Transparenten und einzelnen Spruchschildern durch die von mehreren zehntausend Zuschauern besetzten Strassen getragen worden. Subunternehmertum und befristete Arbeitsverhältnisse standen dabei besonders im Fokus. Mit Ketten verbundene und als Billiglöhner verkleidete Arbeiter, sowie Osterhasen und Weihnachtmann machten in ihrer Eigenart als saisonal Beschäftigte auf befristete Arbeitsverhältnisse und Kettenverträge aufmerksam.

Junge IG BAULER im Sommercamp

Grafschafter Handwerker in Bayern aktiv Am Wochenende sind 23 junge Gewerkschafter aus der Grafschaft Bentheim zum Wakeboarden an den Steinberger See in Bayern gefahren. Dort trafen sie sich mit hundert Gleichgesinnten aus der ganzen Republik. Im Mittelpunkt stand diesmal nicht die Gewerkschaftsarbeit sondern der Spaß und die Geselligkeit. Hartnäckiges Üben auf dem Wasserski und auch der persönliche Austausch am Lagerfeuer waren die Hauptbeschäftigung an diesen Tagen. Bei weniger Stehvermögen auf dem Brett war der Spaß mit (un)freiwilligem Badevergnügen verbunden. Im Berufsalltag fest am Boden stehende Betonbauer, Maurer, Maler, Reinigungskräfte und Strassenbauer wurden mit herrlichstem Sommerwetter immer wieder zu neuen Versuchen eingeladen. Ab mittags bis in den abend hinein wurden Grillspezialitäten zur Stärkung angeboten. Im günstigen Teilnahmebeitrag waren Camping, die Mahlzeiten und natürlich das Wakeboarden inbegriffen. Von Mitgliedern aus dem Orts- und Bezirksvorstand begleitet und betreut, wurden viele neue Kontakte geknüpft. „Der Erfahrungsaustausch über die regionalen Grenzen hinaus ist für unsere Jugend enorm wichtig“ erklärte Judith Eich vom Ortsvorstand in NOH und fügte an „das hier der Beweis gelebt wurde, Gewerkschaft macht Spaß.“ Am Ende sind …