Pressemitteilung

IG BAU warnt vor Kürzung beim Steuerbonus für Handwerkerleistungen

Auftragsbücher beim Handwerk werden dünner in der Weser-Ems-Region

Handwerk und Hauseigentümer in der Weser-Ems-Region nicht ausbremsen: Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat sich gegen Kürzungen beim Steuerbonus für Handwerkerleistungen ausgesprochen. „Die Steuerermäßigung muss bleiben. Wer privat einen Maler oder Fliesenleger mit einer Modernisierung oder mit Reparaturen beauftragt, muss auch weiterhin die Möglichkeit haben, zwanzig Prozent der Arbeitskosten von der Steuer abzusetzen – und das bis zu einem Höchstbetrag von 1.200 Euro jährlich“, sagt Wolfgang Jägers. Am Fördersatz oder am Höchstbetrag dürfe „nicht geschraubt werden“, so der Regionalleiter der IG BAU Weser-Ems.

Jägers reagiert damit auf entsprechende Pläne der Bundesregierung. Das ursprüngliche Vorhaben der Großen Koalition: Das Absetzen von Handwerkerrechnungen drastisch zusammenstreichen, um mit dem eingesparten Geld Steuervergünstigungen für die Gebäudesanierung zu finanzieren. „Vorne geben, hinten nehmen“, so die IG BAU Weser-Ems. Die Handwerker-Gewerkschaft warnt: „Wenn Haus- und Wohnungseigentümer künftig die Arbeit von Handwerkern kaum noch von der Steuer absetzen können, wird dies spürbare Folgen haben. Privatleute werden sich mit Investitionen zurückhalten. Und in der Weser-Ems-Region werden die Handwerksbetriebe zwangsläufig weniger Aufträge bekommen“, so Wolfgang Jägers.

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Holger Bartels
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