Osnabrück-Emsland, Senioren

Bericht: Reise nach Rügen

Die IG BAU Senioren (Osnabrück- Emsland) machten sich am Samstag, den 16.05.2015, auf den Weg zur Insel Rügen, welche knapp 926 km2 groß ist und vor der pommerschen Ostseeküste liegt. Unser Weg führte uns über Stralsund, den Rügendamm in das Ostseebad Göhren. Eine wunderbare Naturlandschaft mit großen Waldbeständen und feinem Sandstrand.

Quartier bezogen wir in den Ferienhäusern am Hochufer in Göhren, wo wir herzlich begrüßt wurden und auch die Verpflegung lobend erwähnt werden muss.
Mit unserer Reiseleiterin Silke Wilcke erkundeten wir am Sonntag den Ort und Strand. An der Bernsteinpromenade kann man am Strand entlang bis in die Nachbarbäder Baabe und Sellin flanieren. Nach dem Frühstück fuhren wir durch den Buchen-Naturwald, auch Hallenwald genannt, zu den im Norden gelegenen Kreidefelsen (Höhe 118 Meter) der Halbinsel Jasmund auf den Königsstuhl. Durch die weißen Klippen ziehen sich graue Bänder aus Feuerstein. Die Kreidefelsen entlang der Ostküste haben eine Länge von 12 km.

Am Kap Arkona, einem kleinen verträumten Fischerdorf, an dessen Küstenstreifen wir mit Hingabe die ausgespülten, mit grau-weiß-schwarzer Maserung versehenen Feuersteine gesucht haben, hielten wir uns eine kleine Weile auf.

An einer Steilküste liegt das bereits kurz erwähnte Ostseebad Sellin. Die mit einem Restaurant bebaute Seebrücke (Wahrzeichen von Rügen) erstreckt sich fast 400 Meter in die Ostsee. Am Ende der Brücke ermöglicht eine Tauchergondel den Blick in die Meerestiefe. Der historische Bahnhof Sellin ist die Haltestelle des „rasenden Roland“.

Wir berichten nun über die weiße Stadt Putbus, in deren Zentrum der Circus das Rondell bildet. Im Kreis um eine große Grünanlage mit einem Obelisken in der Mitte, stehen 16 Häuser im klassizistischen Baustil mit Rosenstöcken vor den Häusern. Auch gut erhalten ist der Schlosspark mit den jahrhundertealten Bäumen, unter denen wie ein Teppich der weiße Bärlauch blüht und duftet.

ruegen-2015

In Pora, direkt an der Küste, liegt die aus nationalsozialistischen Zeiten stammende Ferienanlage von 4,5 km Länge. Nur ein Teilabschnitt ist renoviert, alles andere ist eine Ruine immensen Ausmaßes. Gegenüber, in etwa 3 Kilometern Entfernung, befindet sich der Baumwipfelpfad in 110 Metern Höhe und einer Gesamtlänge von 1.250 Metern. Als Mitbringsel eignet sich alles, was aus Sanddorn, der Zitrone des Nordens, hergestellt wird.

Wir haben nur einen Teil der Insel gesehen, waren jedoch von allem sehr beeindruckt. Unserem Chauffeur Lothar Sülflow, der den Bus mit viel Geschick steuerte und die ereignisreiche Fahrt für uns ausgearbeitet hat, gilt unser besonderer Dank.

Text: Sigrun Müller
Foto: Dieter Horf