Wohnungsbau

Mehr für den sozialen Wohnungsbau tun

IG BAU: Der Bund muss die Wohnraumförderung aufstocken

Nicht nur in Ballungsgebieten sind bezahlbare Wohnungen Mangelware. Der Bedarf der geflüchteten Menschen, verchärft die Lage noch.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) weist schon länger auf die prekäre Situation auf dem Wohungsmarkt hin. Junge Menchen, die eine Familie gründen wollen, müssen geeignete Wohungen finden können. Doch in der Vergangenheit wurde zu wenig gebaut. Besonders im sozialen Wohnungsbau, wo der Bedarf am höchsten ist, werden pro Jahr (2015) nur 12.000 Wohnungen gebaut. Im gleichen Jahr allen 70.000 Wohnungen aus der Sozialbindung.

Da Mieten in den großen Städten immer unerschwinglicher werden, drohen uns Londoner Verhältnisse, wo ArbeitnehmerInnen täglich mehrstündige Fahrten zum Arbeitsplatz auf sich nehmen. 500.000 bis 700.000 Wohnungen fehlen in Deutschland insgesamt, so eine Schätzung. Deshalb ist es wichtig, dass Kommunen oder Länder ihre Grundstücke an Bauherren geben, die sich verpflichten, mindestens 25% Sozialwohungen auf diesen Grundstücken zu bauen.

Der Bund ist gefordert, seine Zahlungen an die Länder für soziale Wohnraumförderung aufzustocken. Für 500 Mio. Euro Fördersumme, bekommt man nur ca. 10.000 Wohnungen, deshalb müssen andere Instrumente her. Zum Beispiel in dem die Abschreibungsmöglichkeiten bei Sozialwohnungen erhöht werden. Das schafft die nötigen Anreize für Investoren, nicht nur im Bereich der Luxuswohnungen zu investieren, dieser Wohnungstyp ist reichlich vorhanden.

Es werden schnelle Entscheidungen gebraucht – die Situation ist kritisch!

Wolfgang Jägers

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Sozialer Wohnungsbau