Arbeitsschutz, Rückblick

Neue Vereinbarung „Staubminimierung beim Bauen“

Staub-Schutz wird für 160 Baubetriebe im Landkreis Oldenburg zur Pflicht

Bohren, schneiden, Putz abschlagen – staubige Arbeiten gibt es auf jeder Baustelle. Und die machen oft krank. Doch damit soll nun Schluss sein: Ab sofort müssen die rund 160 Baubetriebe im Kreis Oldenburg ihre Mitarbeiter besser vor Staub schützen – und zum Beispiel Luftreiniger anschaffen, um neue Staub-Grenzwerte einzuhalten.

So steht es in der Vereinbarung „Staubminimierung beim Bauen“. Diese „Anti-Staub-Charta“ haben IG Bauen- Agrar-Umwelt (IG BAU), Arbeitgeberverbände der Baubranche, Bundesarbeitsministerium und Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft jetzt unterschrieben. Vom Maurer über den Trockenbauer bis hin zum Dachdecker profitieren nach Angaben der IG BAU allein im Landkreis Oldenburg rund 1.390 Bauarbeiter von den neuen Schutz-Standards.

Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen spricht von einem „Meilenstein für die Branche“: „Mit den neuen Regeln könnte das Bild vom dreckigen und abends hustenden Bauarbeiter bald der Vergangenheit angehören“, sagt Bezirkschef Hans-Otto Rohde. Für Tausende Beschäftigte in der Region dürfte das Risiko, an den Atemwegen oder an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich sinken. Denn staubarmes Arbeiten werde nun endlich zur Pflicht, an die sich auch alle Baufirmen im Landkreis halten müssen, so Rohde.

Weitere Informationen

Schluss mit Staub – Lösungen für staubarmes Arbeiten in der Bauwirtschaft [PDF]