Aktuell, Fachgruppe Forst

Forstliche Mitteilungen Oktober 2017

Regeneration von Bodenschäden

Seit den 1960er-Jahren nahm da Gewicht von Forstmaschinen bis heute kontinuierlich zu, was bei Befahrung im Wald zu erheblichen Schädigungen der Bodenstruktur führen kann.

Insbesondere Befahrungen unter suboptimalen Bedingungen führen dazu, dass die Eigenstabilität der Böden überschritten und die Bodenstruktur zerstört wird.

Die natürliche Regeneration der Böden dauert Jahre bis Jahrzehnte, meist findet keine vollkommene Regeneration statt. Um die Regeneration von Bodenfunktionen zu fördern und zu beschleunigen, werden unterschiedliche Bepflanzungen in Kombination mit technischen Bearbeitungen des Oberbodens, wie Mulchen und Kalken, untersucht.

Bodenschäden als Folge von Befahrungen führen zur Störung der natürlichen Bodenstruktur und zur Verminderung des Wurzelwachstums. Dieses Phänomen hat verschiedene Ursachen. Durch zum Teil auch wiederholte Befahrungen mit schweren Maschinen werden Waldböden verdichtet.

Nach großen abiotischen Schadereignissen, wie zum Beispiel nach dem Sturm „Lothar“ 1999, finden die Aufarbeitung und Holzbringung zudem unter suboptimalen Bedingungen statt. Wegen des hohen Zeitdrucks wird auch abseits von Befahrungslinien gefahren, oder Einschränkungen aufgrund hoher Bodenfeuchte werden nicht beachtet. Untersuchungen der Bodenzustandserhebung (BZE II) zeigten, dass nur ein Drittel des Waldbodens Baden-Württembergs keine Verformungsschäden aufweist.

Die höchsten Verformungsschäden wurden in der Vorbergzone des Schwarzwaldes, im lössbeeinflussten Neckarland und im Alpenvorland beobachtet, überwiegend also auf relativ steinarmen Böden mit hoher Standortqualität.

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