Aktuell

Wirtschaft ohne Gesellschaft

Sozioökonomische Bildung als Gegenkonzept zu ökonomischer Bildung

Weitgehend unbemerkt vollzieht sich ein Wandel in unseren Schu­len: Die Lehre der „reinen Wirtschaft“ hält Einzug und dominiert vielfach die Lehrpläne in den gesellschaftsbezogenen Fächern der weiterführenden Schulen. Dieser Trend soll mit der Veranstaltung zum einen kritisch reflektiert werden. Zum anderen soll ein Gegen­konzept der sozioökonomischen Bildung skizziert werden. Dazu referiert Reinhold Hedtke, der mit anderen zusammen im letzten Jahr die „Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissen­schaft“ gegründet hat. In deren Gründungserklärung heißt es:

„Gegenwärtig lösen viele wirtschaftswissenschaftliche Curricu­la den Gegenstandsbereich Wirtschaft aus seinen gesellschaft­lichen, politischen, historischen und kulturellen Kontexten. Dies befördert einseitige Weltbilder und unterkomplexe Problem­wahrnehmungen, begrenzt Gestaltungsoptionen und erschwert oder verunmöglicht Problemlösungen. Deshalb bedarf es proble­morientierter, interdisziplinärer und pluraler Herangehensweisen an gesellschaftliche Problemlagen und politische Herausforde­rungen. Ökonomische Fragestellungen müssen in ihren sozialen, ökologischen, politischen und kulturellen Zusammenhängen ana­lysiert und reflektiert werden.“

Gerade angesichts des Aufstiegs rechtsnationalistischer Kräfte er­scheint die Notwendigkeit eines solchen politischen und sozioö­konomischen Bildungskonzeptes mehr denn je notwendig.

Datum / Ort

7. November 2017
18:00 Uhr
verdi
Stau 75
Oldenburg

Weitere Informationen

Einladung >Sozioökonomische Bildung als Gegenkonzept zu ökonomischer Bildung [PDF]