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Endlich: Die Lohnmauer zwischen Ost und West fällt

Abschluss in der Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk

Frankfurt am Main – Für die mehr als 100.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk im Osten steht der Fahrplan zur Lohngleichheit. Am späten Freitagabend einigte sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks in der sechsten Tarifrunde auf eine volle Angleichung der Löhne in Ost und West.

Danach fällt die Lohnmauer für alle Lohngruppen endgültig im Jahr 2020 nach 30 Jahren Wiedervereinigung. Zugleich wurden die Löhne für alle rund 600 000 Beschäftigte der Branche angehoben.

„Jetzt, 28 Jahre nach der Wiedervereinigung und vielen vergeblichen Anläufen, haben wir in der Gebäudereinigung endlich den verbindlichen Weg zur gleichen Bezahlung in Ost und West geschafft. Das ist ein Riesenschritt, der viel Kraft gekostet hat. Zwischenzeitlich standen die Tarifverhandlungen auf Messers Schneide“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux.

Nach der fünften Tarifverhandlung hatte die IG BAU eigens die Große Tarifkommission einberufen, die aber die Tarifforderung für den Verhandlungsauftrag nochmals bestätigt hatte. Der Tarifvertrag sieht eine Angleichung in vier Schritten vor und hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020.

„Die lange Laufzeit war für uns nicht einfach zu akzeptieren. Der Abstand der Ost- zu den Westlöhnen von bis zu 13 Prozent war aber nicht anders zu überbrücken. Die Angleichung hatte oberste Priorität, nur deshalb war dieser Kompromiss für uns akzeptabel“, sagte Laux.

Das Ergebnis sieht für die unterste Lohngruppe, die gleichzeitig der tarifliche Mindestlohn ist, im Einzelnen folgende Steigerung vor:

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