Autor: IGBAU Weser-Ems

Leiharbeiter*Innen – zwischen atypisch und normal

Der Arbeitsmarkt brummt, die atypische Beschäftigung auch. Die Leiharbeit ist weiter auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Betriebsratsbefragung der IG Metall macht beispielsweise deutlich, dass immer mehr Betriebe Leiharbeit einsetzen (in manchen Industriezweigen bis zu 80 Prozent). Gleichzeitig wird Leiharbeit immer häufiger zum Ersatz für Stammbelegschaften genutzt und nicht nur zum Abdecken von Auftragsspitzen.

Italien: Defizit kein Grund zur Panik

Die Reaktion auf die Entscheidung der italienischen Regierung, das Staatsdefizit auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen, kam prompt: Der zuständige EU-Währungskommissar Pierre Moscovici rief die Italiener zur „Vernunft“ auf. Der Chef des deutschen ifo-Instituts, Clemens Fuest, versteifte sich gar zu der These, dass die italienischen Staatsschulden „den Zusammenhalt Europas gefährden“.

Superreiche endlich zur Kasse bitten!

Als die Finanzkrise 2007/2008 ihren Verlauf nahm, schlotterten manchem Vermögenden die Knie. Nach Jahren ungezügelter Exzesse drohte der Crash an den internationalen Finanzmärkten die weltweiten Vermögensbestände empfindlich zu schmälern. Auch in Deutschland schrillten bei Vielen die Alarmglocken. Für einen kurzen Moment stand die enorme Ungleichheit in der Vermögensverteilung wenigstens in Ansätzen zur Disposition. Eine Dekade später müssen sich Reiche und Superreiche keine Sorgen mehr machen. Im Gegenteil: Der konzentrierte Reichtum hat ungeahnte Höhen erreicht. Die wirklichen Kosten der Krise wurden von anderen bezahlt. Mission accomplished!

Ryanair: Schluss mit Dumping!

Bis zu 400 Flüge täglich musste Europas größte Billigfluglinie Ryanair zu Beginn der Herbstfe rien streichen. Der Grund waren Streiks der Be schäftigten gegen miserable Löhne und Arbeits bedingungen. Die Airline droht nun mit Stellen streichungen und Standortschließungen. Über die Hälfte der in Deutschland arbeitenden RyanairBeschäftigten haben einen irischen Arbeitsvertrag über eine Leiharbeitsfirma. Also keine deutschen Arbeitnehmerrechte und sozi alen Sicherungen.

Viele Kabinenbeschäftigte verdienen bei einer vollen Stelle nur 1000 bis 1.500 Euro im Monat. Denn bezahlt werden nur die geflogenen Stunden, ohne Mindeststun dengarantie. Dauerbefristungen und Zwangs versetzungen sind normal. Ermöglicht wurden diese Lohndumpingprakti ken durch die Liberalisierung des Luftverkehrs und der Bodenverkehrsdienste in der Europäi schen Union. Die EUKommission will diese durch eine weitere Öffnung auch für außereu ropäische Airlines noch weiter vorantreiben. Ver.di fordert, dass Ryanair in Deutschland end lich Tarifverträge abschließt.

1. Mai 2010

Sprechstunden Mitgliederbüro Lingen

Unsere nächsten ehrenamtlichen Sprechstunden im Mitgliederbüro in Lingen sind wie folgt: Alles rund um das Gebäudereiniger-Handwerk Mittwoch, 7. November von 16:00 bis 18:00 Uhr Mittwoch, 5. Dezember von 16:00 bis 18:00 Uhr Alles zum Baugewerbe und alle anderen Branchen Samstag, 3. November von 10:00 bis 12:00 Uhr Samstag, 24. November von 10:00 bis 12:00 Uhr Samstag, 22. Dezember von 10:00 bis 12:00 Uhr Weitere Termine werden fortlaufend an dieser Stelle veröffentlicht sowie im Grundstein. Herbert Hilberink und Martina Krebs vom Bezirksvorstand

Arbeit der Zukunft

Welche Folgen hat die Digitalisierung für den Arbeitsmarkt in Bremerhaven? In welchen Branchen können hierdurch neue Arbeitsplätze entstehen? Wo geraten Jobs unter Druck und welche Rolle spielt hierbei der demografische Wandel?

Wissen schafft Arbeit

Das Land Bremen ist ein starker Wirtschaftsstandort – und hier findet sich zudem eine hervorragende Hochschullandschaft. Zusammengenommen kann dies für beide Bereiche ein echter Vorteil sein. Die Hochschulen können von der Zusammenarbeit mit hiesigen Unternehmen profitieren und – wie beim Beispiel EcoMat – bessere Forschungsbedingungen erreichen. Die Unternehmen wiederum profitieren von der Forschung „vor Ort“, den kurzen Wegen zu Innovationen und den hochqualifizierten Fachkräften, die an der Uni und den Hochschulen in Bremen und Bremerhaven ausgebildet werden. Kurzum: Eigentlich eine WinWin-Situation für die Wirtschaft auf der einen und die Wissenschaft auf der anderen Seite – die sich allerdings noch ausbauen und besser nutzen lässt. Die an unseren Hochschulen ausgebildeten jungen Menschen auch tatsächlich in Bremen zu halten, um dem wachsenden Fachkräftemangel unserer Unternehmen entgegenzuwirken, ist dabei die eine Aufgabe. Die andere lautet, die generelle Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu fördern. Denn insbesondere von einer Weiterentwicklung des Wissens- und Technologietransfers profitieren nicht nur Unternehmen und Hochschulen – sondern der Standort Bremen als Ganzes. Wie das am besten gelingen kann, darüber wollen wir sprechen – …

Film: Ein Dorf zieht blank

Ver.di Osterholz und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Osterholz laden zum Kinoabend ins Central Theater. Warum ‚Ein Dorf zieht blank‘? Heinz-Jürgen Martens, DGB und ver.di: „Wir laden zu ‚Ein Dorf zieht blank‘ ein, weil sich im Film ein Dorf in der Normandie mit Witz und Mut der Aufgabe stellt, für die eigenen Interessen einzustehen. Das kostet auch mal Überwindung, macht aber Spaß und das wollen wir zeigen.“ Wo Central Theater Osterholz Wann Dienstag, 23.10.2018 Einlass ist um 19:00, Filmbeginn 19:30. Eintritt 4 Euro inclusive einem Glas Sekt. Bürgermeister Georges Balbuzard (François Cluzet) ist mit seinem Latein am Ende. Die Landwirtschaftskrise hat auch die Bauern in seinem beschaulichen Dorf Mêle-sur-Sarthe in der Normandie erreicht. Doch ihre zahlreichen Proteste erwecken weder das Interesse der Verantwortlichen in Rouen noch in Paris. Also beschließt Balbuzard die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Er weiß nur noch nicht so recht wie. Als zufällig der berühmte Fotoküns ler Blake Newman (Toby Jones) nach Mêle-sur-Sarthe kommt, scheinen alle Probleme gelöst und die nötige Aufmerksamkeit garantiert. Denn Newman möchte ausgerechnet hier sein neues …

Satirische Diskussion über Arbeit und Wahlversprechen

Einladung des DGB Kreisverband Rotenburg „Voll beschäftigt?“ – Eine satirische Diskussion über Arbeit und Wahlversprechen Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Kreisverband Rotenburg lädt zum satirischen Theaterabend mit dem Titel „Voll beschäftigt?“ ins Auditorium des Kantor-Helmke-Hauses ein. Wilfried Warncke, Vorsitzender DGB Kreisverband Rotenburg: „Lange genug haben die Politikerinnen und Politiker im Bundestag ja gebraucht, um zu entscheiden, wer Regierung und wer Opposition sein darf. Nach den Querelen um Sondierungsgesprächeund Koalitionsverhandlungen stellen sich die Wählerinnen und Wähler schließlich die Frage: Wie halten es die Damen und Herren mit den Wahlversprechen?“ „Beim Theaterabend am 21.10. wird es ja vielleicht eine Antwort darauf geben“, sagt Warncke mit einem Augenzwinkern. Dann nämlich gastiert das ‚theater odos‘ aus Münster mit seiner satirischen Podiumsdiskussion in Rotenburg. Wo Auditorium des Kantor-Helmke-Hauses, Am Kirchhof 10, 27356 Rotenburg Termin Sonntag, 21.10.2018, 19.30 Uhr (Einlass, Beginn gegen 20 Uhr) Eintritt frei! Im Rahmen des Theaterstückes diskutieren fiktive Vertreter aller sechs Bundestagsfraktionen miteinander. Anfangs hat der Moderator noch leichtes Spiel: Die Abgeordneten geben ihre Standartantworten zum Besten. Doch immer mehr steigert sich das Konfliktpotential zwischen ihnen. Immer stärker …

Beschäftigungsrekord steht auf prekären Füßen!

Zurzeit kennen die Erfolgsmeldungen am Arbeitsmarkt offen bar keine Grenzen. Kaum ein Monat vergeht, in dem die Bundesagentur für Arbeit nicht einen Rückgang der Arbeits losenzahlen verkündet. Das gilt auch für Niedersachsen. Mit Beginn der Herbstsaison ist die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent gesunken. Der Ausblick auf das kommende Jahr scheint blendend. In der Öffentlichkeit wird der Mythos einer kurz bevorstehenden Vollbeschäftigung beschworen, so dass die Arbeitgeber bereits das Klagelied vom allgemeinen Fach kräftemangel anstimmen.

Herrschen also paradiesische Zu stände für die Beschäftigten? Weit gefehlt! Zweifellos ist es richtig, dass viele Beschäftigte vom gegen wärtigen Aufschwung profitiert haben. Nach Jahren des Stillstands steigen die Reallöhne endlich wieder kräftig. Die jüngsten innovativen Tarifabschlüsse der Gewerkschaften sichern den Beschäftigten mehr Geld im Portemonnaie und mehr Selbstbestimmung bei ihrer Lebensplanung. Dennoch gilt: Die gute Konjunktur kommt nicht überall an. Nur noch 57 Prozent der niedersächsischen Beschäftigten werden nach Tarifvertrag bezahlt.