Autor: IGBAU Weser-Ems

Arbeitgeber belasten Verhandlung mit schwerer Hypothek

Tarifrunde für das Bauhauptgewerbe Wiesbaden, 07.02.2018 Mit großem Konfliktpotenzial ist heute die Tarifrunde für die rund 800.000 Baubeschäftigten in Wiesbaden gestartet. Bei der Auftaktverhandlung zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und den Arbeitgeberverbänden Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) sowie Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) musste die Arbeitgeberseite einräumen, kein vollständiges Verhandlungsmandat zu haben. Damit kann die IG BAU ihre Forderung nach einem bundesweiten 13. Monatseinkommen weder für die Betriebe im Osten noch für die handwerklichen Betriebe in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hessen und Bremen verhandeln. „Schon zum Start der Verhandlungen belasten die Arbeitgeber die Gespräche mit einer schweren Hypothek. Das birgt erhebliches Eskalationspotenzial“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. „Wir wollen einheitliche Arbeitsbedingungen für alle Baubeschäftigte – egal ob in Ost oder West, Industrie oder Handwerk, Arbeiter oder Angestellte. Das sichert gleichzeitig einheitliche Wettbewerbsbedingungen in der Branche. Wir fordern die Arbeitgeber auf, schnellstmöglich ein umfassendes und vollständiges Verhandlungsmandat vorzulegen.“ Neben einem Schritt zum vollständigen 13. Monatseinkommen fordert die IG BAU sechs Prozent mehr Lohn und die Bezahlung der Wegezeiten zu den Baustellen. Darüber hinaus soll …

Verhandlungen Bauhauptgewerbe

Am 25. November beschloss die ehrenamtliche Bundestarifkommission der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Frankfurt am Main ihre Forderungen für die Bau-Tarifrunde 2018. Dabei geht es darum, den Bau-Beschäftigten ihren Anteil am Erfolg der Branche zu geben. Eine Einkommenserhöhung von 6 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten soll hierzu ein erster Schritt sein. In diesem Zuge fordert die IG BAU auch ein volles 13. Monatseinkommen für die gesamte Branche. Mobil arbeitende Beschäftigte sollen nach dem Willen der IG BAU nicht länger benachteiligen werden. Daher tritt sie mit der Forderung an, die Wegezeit als Arbeitszeit zu vergüten. Die IG BAU will eine Ausbildung in der Baubranche attraktiver gestalten. Deshalb fordert die Gewerkschaft, dass alle Ausbildungskosten (wie etwa auch Fahrt zur Berufsschule) von den Firmen übernommen werden. Noch gelten in Deutschland unterschiedliche Einkommensregelungen zwischen Ost und West. Die IG BAU fordert von den Arbeitgebern deshalb ein klares Bekenntnis zum vereinbarten Fahrplan zur Angleichung der Einkommen. Jetzt haben die Verhandlungen begonnen.

Bundestarifkommission beschließt Forderung für Bau-Tarifrunde

Am vergangenen Samstag beschloss die ehrenamtliche Bundestarifkommission der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Frankfurt am Main ihre Forderungen für die Bau-Tarifrunde 2018. Dabei geht es darum, den Bau-Beschäftigten ihren Anteil am Erfolg der Branche zu geben. Eine Einkommenserhöhung von 6 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten soll hierzu ein erster Schritt sein. In diesem Zuge fordert die IG BAU auch ein volles 13. Monatseinkommen für die gesamte Branche. Mobil arbeitende Beschäftigte sollen nach dem Willen der IG BAU nicht länger benachteiligen werden. Daher tritt sie mit der Forderung an, die Wegezeit als Arbeitszeit zu vergüten. Die IG BAU will eine Ausbildung in der Baubranche attraktiver gestalten. Deshalb fordert die Gewerkschaft, dass alle Ausbildungskosten (wie etwa auch Fahrt zur Berufsschule) von den Firmen übernommen werden. Noch gelten in Deutschland unterschiedliche Einkommensregelungen zwischen Ost und West. Die IG BAU fordert von den Arbeitgebern deshalb ein klares Bekenntnis zum vereinbarten Fahrplan zur Angleichung der Einkommen. Die Verhandlungen beginnen Anfang Februar 2018 in Wiesbaden. Weitere Informationen: IG Bauen-Agrar-Umwelt Bundesseite

Bundesempfehlung Landwirtschaft: Durchbruch erzielt!

10 Prozent mehr Geld und ein wegweisender Tarifabschluss Frankfurt 22.12.2017 Die Tarifvertragsparteien Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und Gesamtverband der deutschen land- und forstwirtschaftlichen Arbeitgeber­verbände e.V. (GLFA) einigten sich am 6. Dezember 2017 in Kassel, erstmals seit Juli 2014 und nach vielen Tarifgesprächen, auf eine Bundesempfehlung Landwirtschaft, welche insbesondere in der Arbeitszeitgestaltung wegweisend ist. Zum Tarifabschluss der Bundesempfehlung Landwirtschaft im Einzelnen: Lohn- und Gehaltserhöhungen Auf Basis der am 30.06.2015 geltenden Tariflöhne werden vorab rechnerisch alle Lohn- und Gehaltsgruppen in den regionalen Tarifverträgen um 3 Prozent erhöht. Die Löhne und Gehälter erhöhen sich des Weiteren in drei Stufen ab 01.01.2018 um 3,0 Prozent ab 01.01.2019 um 2,5 Prozent ab 01.01.2020 um 1,5 Prozent Die letzte Erhöhung ist nur für 6 Monate, denn die Laufzeit der Bundesempfehlung endet am 30.06.2020. Mindestlöhne, untere Lohngruppe Die erste untere Lohngruppe beträgt ab 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 9,10 Euro in der Stunde. Ab 01. Januar 2019 gilt der dann neu festgesetzte gesetzliche Mindestlohn. Die nächste untere Lohngruppe ohne Berufsausbildung wird ab 01.01.2018 einheitlich auf 9,25 Euro festgesetzt und ab 01. Januar …

Region Weser-Ems baute 18.288 Wohnungen – plus 15 Prozent

Gewerkschaft warnt vor steigendem Unfallrisiko Bau Boom steigert Unfallgefahr [PDF] Bauarbeiter aus der Region Weser-Ems haben alle Hände voll zu tun: Die Branche brummt. Allein im vergangenen Jahr wurden in der Region 18.288 neue Wohnungen gebaut – 15 Prozent mehr als im Vorjahr, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich hierbei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Nach Beobachtung der Gewerkschaft steigt mit der Zahl der Aufträge aber häufig auch die Unfallgefahr. „Gerade jetzt zum Winteranfang müssen viele Projekte fertig werden. Dieses ,Turbo-Bauen‘ führt zu enormem Stress für die Beschäftigten“, berichtet Gewerkschafter Wolfgang Jägers. Allzu oft drohe der Arbeitsschutz dem Termindruck zum Opfer zu fallen. Die IG BAU Region Weser-Ems fordert die heimischen Bauunternehmen auf, die Arbeitssicherheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wer in einer Höhe von fünf Metern oder mehr auf einer Leiter arbeitet, der riskiert eine Menge. Besser ist da ein Gerüst – auch wenn es den Chef mehr kostet“, macht Jägers deutlich. Die Unfallzahlen in der Branche seien nach wie vor zu hoch, sagt der IG BAU-Regionalleiter: Rund …

Tarifverhandlung Kalksandsteinindustrie ohne Ergebnis

Angebot vom 13. November nicht annehmbar Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, die erste Entgelttarifverhandlung für die Beschäftigten der Kalksandsteinindustrie wurde am 13.November 2017 in Frankfurt am Main durchgeführt. Die Arbeitgeber legten folgendes Angebot vor: Die Einkommen sollen ab dem 1. Dezember 2017 um 2,2 Prozent und ab dem 1. Oktober 2018 um weitere 1,8 Prozent steigen. Die Monate Oktober und November 2017 sind Leermonate. Laufzeit des Entgelttarifvertrags soll 24 Monate betragen. Dieses Angebot wurde von der IG BAU Tarifkommission nicht angenommen. Wir fordern: Die Einkommen sollen um 4,8 Prozent steigen – für die Entgeltgruppen 1 bis 4 mindestens um 100 Euro Erhöhung. Die Ausbildungsvergütung soll für jedes Ausbildungsjahr um mindestens 50 Euro steigen. Die Laufzeit des Entgelttarifvertrages soll 12 Monate betragen. Die Tarifverhandlungen werden am 17. Januar 2018 fortgesetzt. Tarifverhandlung der Kalksandsteinindustrie brachte kein Ergebnis [PDF]

Endlich: Die Lohnmauer zwischen Ost und West fällt

Abschluss in der Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk Frankfurt am Main – Für die mehr als 100.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk im Osten steht der Fahrplan zur Lohngleichheit. Am späten Freitagabend einigte sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks in der sechsten Tarifrunde auf eine volle Angleichung der Löhne in Ost und West. Danach fällt die Lohnmauer für alle Lohngruppen endgültig im Jahr 2020 nach 30 Jahren Wiedervereinigung. Zugleich wurden die Löhne für alle rund 600 000 Beschäftigte der Branche angehoben. „Jetzt, 28 Jahre nach der Wiedervereinigung und vielen vergeblichen Anläufen, haben wir in der Gebäudereinigung endlich den verbindlichen Weg zur gleichen Bezahlung in Ost und West geschafft. Das ist ein Riesenschritt, der viel Kraft gekostet hat. Zwischenzeitlich standen die Tarifverhandlungen auf Messers Schneide“, sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux. Nach der fünften Tarifverhandlung hatte die IG BAU eigens die Große Tarifkommission einberufen, die aber die Tarifforderung für den Verhandlungsauftrag nochmals bestätigt hatte. Der Tarifvertrag sieht eine Angleichung in vier Schritten vor und hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2020. „Die lange …

Höhere Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe – IG BAU nimmt Tarifergebnis an

Frankfurt am Main – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat das Tarifergebnis für die Bau-Mindestlöhne angenommen. Diese Woche stimmte die Tarifkommission für die Annahme des Kompromisses, den die IG BAU am 17. Oktober 2017 mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ausgehandelt hatte. Die Erklärungsfrist dazu läuft heute ab. „Die neuen Mindestlöhne am Bau sind ein wichtiges Signal für die gesamte Baubranche. Das Ergebnis ist ein Schritt hin zu mehr Ordnung am Bau und zu einem faireren Wettbewerb“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. „Gleichzeitig setzen wir damit ein deutliches Zeichen gegen Lohndumping am Bau.“ Das Ergebnis im Einzelnen: Der Mindestlohn 1 (für Helfer, gilt bundesweit einheitlich) erhöht sich in zwei Stufen: ab dem 1. Januar 2018 um 0,45 Cent auf 11,75 Euro und ab dem 1. März 2019 um weitere 0,45 Cent auf 12,20 Euro. Der Mindestlohn 2 (für Facharbeiter, gilt nur im Westen) erhöht sich in zwei Stufen: ab dem 1. Januar 2018 um 0,25 Cent auf 14,95 Euro und ab dem 1. März 2019 …

Fachgruppenversammlung Bauhauptgewerbe in Osnabrück-Emsland

Am Sonntag trafen sich Mitglieder aus dem Bauhauptgewerbe zum gemeinsamen Frühschoppen. Der Fachgruppenvorsitzende Herbert Hilberink begrüßte 14 Kollegen. Zum Stand der Mindestlohnverhandlungen berichtete Wolfgang Kuhn. Ein Ergebnis-Vorschlag liegt vor. Erklärungsfrist ist bis zum 03.11.2017. Bei den Forderungen zu den Tariflohn- und Gehaltsverhandlungen 2018 wurde intensiv und kontrovers diskutiert, ob eine Erhöhung prozentual oder als Sockelbetrag gefordert werden soll. Nach Abstimmung wird mit großer Mehrheit eine Forderung als Sockelbetragerhöhung von 1,11 EUR je Stunde beschlossen. Das sind 5,7% von 19,51 EUR der Lohngruppe 4 aktuell. Bei den Gehältern wäre das 173 Stunden mal 1,11 EUR gleich 192,03 EUR. Auch zu Anforderungen an einen neuen Rahmentarifvertrag 2018 wurde gesprochen. Hier wird hauptsächlich über die Fahrzeit diskutiert. Mit großer Mehrheit wird beschlossen, dass „Fahrzeit gleich Arbeitszeit“ eingefordert werden soll. Bestenfalls als Anrechnung auf die Arbeitszeit. Zur Wahl eines Vertreters in die Bundestarifkommission werden Herbert Hilberink und als sein Stellvertreter und Friedrich Pfohl einstimmig gewählt. „Schluss mit weiter so“ – Gewerkschaft neu entdecken ist im Bezirksverband OS-EL aktuell eines seiner fortlaufenden und wichtigsten Themen. Herbert H. berichtet von der …

Tarifverhandlung ohne Einigung

Keine Einigung möglich! Auch die fünfte Tarifverhandlung am 17. Oktober 2017 in Frankfurt am Main brachte trotz 15-stündigem Verhandlungs-marathon nicht den erhofften Durchbruch. Die Beschäftigten im Westen sollen zugunsten der Kolleginnen und Kollegen in den neuen Bundesländern auf eine angemes-sene Lohnerhöhung verzichten. Letztes Angebot der Arbeitgeber: 2 Monate keine Erhöhung 50 Cent mehr für 2 Jahre ab 01.01.2018 Keine Angleichung auf 100 % Löhne Ost an West Kein Weihnachtsgeld Wir sagten ihnen deutlich, das reicht nicht! Die Beschäftigten verdienen mehr! Mit der Blockadehaltung der Arbeitgeber, kein annehmbares Angebot zu unterbreiten, ist der Lohntarifvertrag ab 1. November 2017 nur noch in der Nachwirkung. Das bedeutet, nur Gewerkschaftsmitglieder haben danach rechtsverbindlich Anspruch auf den Lohntarifvertrag. Die Min-destlöhne gelten nur noch bis zum 31. Dezember 2017. Sichere Dir jetzt Deinen Tariflohn! Keine Änderungen zum Arbeitsvertrag unterschreiben ohne Absprache und juristische Prüfung durch die IG BAU!   Wir kämpfen weiter für unsere Forderungen: Lohnangleichung Ost-West bis 01.01.2019! 1 Euro mehr pro Stunde! Einstieg in ein Weihnachtsgeld! Eure Tarifkommission zählt auf EUCH!