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Leiharbeiter*Innen – zwischen atypisch und normal

Der Arbeitsmarkt brummt, die atypische Beschäftigung auch. Die Leiharbeit ist weiter auf dem Vormarsch. Eine aktuelle Betriebsratsbefragung der IG Metall macht beispielsweise deutlich, dass immer mehr Betriebe Leiharbeit einsetzen (in manchen Industriezweigen bis zu 80 Prozent). Gleichzeitig wird Leiharbeit immer häufiger zum Ersatz für Stammbelegschaften genutzt und nicht nur zum Abdecken von Auftragsspitzen.

IG BAU: Fair Play gilt auf dem Rasen und auf der Baustelle

Fußballvereine in der Weser-Ems-Region sollen sich beim DFB für faire WM in Katar einsetzen Faires Spiel – faire Arbeit: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) appelliert an Fußballvereine in der Weser-Ems-Region, sich beim DFB für faire Fußball-Weltmeisterschaften einzusetzen. Gerade die Vergabe-Bedingungen müssten geändert werden. Die Gewerkschaft setzt dabei auf „Druck von unten“: „Katar geht uns alle etwas an“, sagt Wolfgang Jägers. Für den Regionalleiter der IG BAU Weser-Ems liegt ein „dunkler Schatten“ auf der WM 2022: „Auf den WM-Baustellen in Katar herrschen brutale Zustände. Gastarbeiter schuften dort bei extremer Hitze. Der Arbeitsschutz ist gleich null.“ Unfälle seien an der Tagesordnung, es habe schon viele Tote gegeben. Die Unterbringung der Bauarbeiter in Katar sei katastrophal. Sie würden wie Arbeitssklaven gehalten. „Wie kann man sich da vor den Fernseher setzen und die WM-Spiele noch genießen?“, so Jägers. Der Gewerkschafter appelliert an die Fußballfans und -vereine in der Region, nicht wegzusehen und Flagge zu zeigen.

Ab Januar: Mindestlohn auf dem Bau steigt auf 14,20 EUR

Höheres „Lohn-Fundament“ in der Weser-Ems-Region für 99.400 Bauarbeiter Für die mehr als 99.400 Bauarbeiter in der Weser-Ems-Region steigt in diesem Monat der Mindestlohn. Darauf hat die IG BAU Weser-Ems hingewiesen. „Kein Facharbeiter – vom Maurer bis zum Straßenbauer – darf ab Januar weniger als 14,20 Euro pro Stunde auf einer Baustelle in der Weser-Ems-Region verdienen. Am Monatsende hat er dann gut 40 Euro mehr im Portemonnaie“, sagt IG BAU-Regionalleiter Wolfgang Jägers. Auch der Bau-Mindestlohn für Handlangerarbeiten steige: Er liegt jetzt bei 11,15 Euro, so die Bau-Gewerkschaft. Damit liege die Lohnuntergrenze auf dem Bau deutlich über dem Stundenlohn von 8,50 Euro, der als genereller gesetzlicher Mindestlohn ab Januar gilt. Die IG BAU hatte als „Pionierin des Mindestlohns“ auf dem Bau schon Mitte der 90er-Jahre erstmals eine Lohnuntergrenze durchgesetzt. „Entscheidend für eine fair bezahlte Arbeit ist aber nicht der ‚Lohn-Sockel‘ unten, sondern der Tariflohn. Und der liegt für Bauarbeiter in der Weser-Ems-Region bei einem Stundenlohn von 18,17 Euro“, so Wolfgang Jägers. Bei Fragen zum Lohn können sich Bauarbeiter zum regulären Telefontarif an die Info-Hotline der IG BAU …

Faire Arbeit jetzt!

Aktionen für gute Arbeit Faire Arbeit jetzt ist das Schwerpunktthema für die IG BAU im kommenden Jahr. Die Arbeitswelt ist in einem ständigen Wandel, Werkverträge, Lohndumping, Scheinselbständigkeit sind die beherrschenden Kritikpunkte der Gewerkschaften. Befristungen berauben die Arbeitnehmer ihrer Rechte. Der Gesundheitsschutz spielt eine immer größere Rolle, grade dann, wann das Arbeitsleben länger dauern soll. Es gibt viel zu tun. Alle sind aufgefordert und eingeladen, gemeinsam für eine bessere Arbeit zu kämpfen. Zu den Aktionswochen, die wir zu diesem Thema durchführen, werden wir noch weiter informieren. Alle, die sich an Aktionen und Arbeitsgruppen beteiligen wollen, sind herzlich eingeladen. Nächster Termin Arbeitskreis Vergabe und Tariftreue Donnerstag, 27. November 19.00 Uhr in Oldenburg, Büro der IG BAU.

IG BAU: Gerüstbauer verdienen mindestens 10,25 Euro pro Stunde

Mindestlohn klettert auf Bau-Gerüsten in Weser Ems nach oben Auf den Gerüsten klettern nicht nur die Bauarbeiter nach oben, sondern auch der Lohn: Für die mehr als 100 Gerüstbauer in der Region Weser Ems gilt ab September ein höherer Mindestlohn. „Dann darf keiner, der im Gerüstbau arbeitet, weniger als 10,25 Euro pro Stunde verdienen. Andernfalls macht sich das Unternehmen strafbar“, sagt Wolfgang Jägers. Der Regionalleiter der IG BAU Weser Ems weist darauf hin, dass ein Gerüstbauer, der lediglich den Mindestlohn verdient, damit am Monatsende rund 50 Euro mehr im Portemonnaie hat. Der Tariflohn für einen gelernten Gerüstbauer in Wilhelmshaven liegt bei 14,44 Euro pro Stunde. Weitere Informationen Gerüstbau Mindestlohn

Arbeitsbedingungen im Gartenbau

Start der Verhandlungen für einen Bundesrahmentarifvertrag Frankfurt am Main – Erstmals starten am 2. Juli 2014 die Verhandlungen über einen Bundesrahmentarifvertrag für den Gartenbau. In der Branche arbeiten rund 400 000 Beschäftigte. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hatte sich dafür lange Zeit stark gemacht und im Zuge dessen bereits vor fünf Jahren einen ersten Entwurf eines zeitgemäßen Entgelttarifvertrags für die Branche vorgelegt. In Köln gehen die Verhandlungen der IG BAU mit den Arbeitgebern des Gartenbaus nun in die erste Runde. Der Rahmentarifvertrag regelt keine Lohnhöhe, sondern die grundsätzlichen Bedingungen der Arbeit. “Das große Durcheinander bei den Rechten der Arbeitnehmer muss endlich ein Ende haben. Es gibt keine sachlichen Gründe dafür, den Beschäftigten in einer Region Ansprüche vorzuenthalten, die sie in einer anderen haben”, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Harald Schaum. “Es ist höchste Zeit für einheitliche Verhältnisse.” Die IG BAU fordert im Einzelnen deutschlandweit eine 37 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Derzeit gilt für die Beschäftigten im Gartenbau im Osten eine Wochenarbeitszeit von teilweise bis zu 41 Stunden, während es im Westen 39 Stunden sind. Vereinheitlicht …