Alle Artikel in: Nordwest Niedersachsen

Azubis wählen „Nachwuchs-Betriebsräte“

Junge Beschäftigte können bis 30. November Stimme abgeben Wenn sich der Nachwuchs einmischt: In Oldenburg wählen Azubis und junge Beschäftigte ihre „U 25-Sprecher“. Noch bis zum 30. November können sie über ihre Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) im Betrieb entscheiden. Darauf hat die IG BAU Nordwest-Niedersachsen hingewiesen. „Mit ihrer Stimme verschaffen sich Berufsstarter das nötige Gehör beim Chef. Die JAV ist die Interessenvertretung der jungen Beschäftigten in den Unternehmen“, erklärt IG BAU-Bezirkschef Hans-Otto Rohde. Jede abgegebene Stimme sei wichtig, so Rohde – gerade auch mit Blick auf die neuen Azubis: „Egal, ob Scherereien mit dem Ausbilder, häufige Überstunden, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Ausbildungsqualität – es gibt viele Azubi-typische Probleme. Hier kommen die Jugendvertreter ins Spiel. Durch ihr Mandat können sie mit dem Chef Klartext reden – und auf Verbesserungen pochen“, sagt Rohde. Denn gerade zu Beginn der Lehre trauten sich viele Azubis nicht, Probleme selbst anzusprechen. Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen appelliert an die heimischen Firmen, die Wahlen zu unterstützen. Denn eine engagierte Jugend könne schließlich ein großer Gewinn gerade auch für die Handwerksbetriebe sein, ist sich …

Zoll: IG BAU fordert zusätzliches Personal

Hauptzollamt Oldenburg kontrollierte 41 Prozent weniger Baustellen Zoll-Kontrollen intensivieren: Unseriöse Praktiken auf Baustellen im Landkreis Oldenburg sollen noch intensiver als bislang verfolgt werden. Das fordert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Illegale Beschäftigung müsse für unseriöse Arbeitgeber und Dumping-Chefs zu einem unkalkulierbaren Risiko werden. „Im vergangenen Jahr ist auf den heimischen Baustellen viel zu wenig kontrolliert worden“, sagt Hans-Otto Rohde von der IG BAU Nordwest-Niedersachsen. Nach Informationen des Bezirksvorsitzenden hat die Finanzkontrolle Schwarz­arbeit (FKS) beim Hauptzollamt Oldenburg 2015 insgesamt 354 Kontrollen auf Baustellen in der Region durchgeführt – ein Rückgang von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hierbei wurden 25 Bußgeld-Verfahren eingeleitet. Rohde beruft sich bei diesen Zahlen auf eine Bilanz des Bundesfinanzministeriums, die der IG BAU vorliegt. Verantwortlich für die zu geringe Zahl von Kontrollen ist nach Ansicht der Gewerkschaft ein eklatanter Personalmangel beim Zoll. „Die FKS-Beamten leisten eine gute und wichtige Arbeit. Aber dem Zoll fehlt es einfach an Manpower, um die Baustellen intensiv zu überwachen“, beklagt Rohde. Im Interesse der seriösen Baufirmen und ihrer Beschäftigten müssten die Zoll­fahnder dringend die nötigen Personalkapazitäten bekommen. Die …

Weser-Ems macht sich fit für den Gewerkschaftstag 2017

In Visbek haben sich Vertreter der Vorstände unserer drei Bezirksverbände versammelt. Auf dem „Lehrplan“ stand das Antragswesen für die anstehenden Organwahlen, die im Herbst 2017 mit dem Gewerkschaftstag unserer IG BAU für diese Legislatur abschließen. Veränderungen und damit eine lebendige Gewerkschaft werden durch Anträge und deren demokratische Bearbeitung entscheidend mitbestimmt. Damit die Anträge Frist- und Formgerecht eingereicht werden können, gilt es vieles zu beachten. Denn selbst der inhaltlich beste Antrag kann nicht zur Abstimmung kommen, wenn er mit nicht zu korrigierende Formfehler eingereicht wird. Mit viel Spaß und Ehrgeiz wurde das Thema bearbeitet. Auch mögliche Antragsinhalte sind angesprochen worden. Für eine breite Unterstützung möglicher Anträge in unserer Region sollen weitere Gespräche statt finden. Alle Teilnehmer, selbst die „alten Hasen“ unter den Vorständen, bewerten diese Veranstaltung als informativen und lebendigen Beweis für unsere demokratisch funktionierende IG BAU. Vielen Dank an die Referentinnen Irene und Lisa. Herbert Hilberink

947 sanierte Wohnungen im vergangenen Jahr in Oldenburg

Die Energiewende fängt zuhause an: In Oldenburg wurden im vergangenen Jahr 947 Wohneinheiten energetisch saniert. Dafür flossen von der KfW-Bank rund 38 Millionen Euro an staatlichen Fördermitteln. Das teilt die IG BAU Nordwest-Niedersachsen mit.

Die Bau- und Umweltgewerkschaft: „Jede Energiespar-Sanierung zählt. Es gibt allerdings noch viel Luft nach oben.“

Seminare für Betriebsräte in der Region

Liebe Kolleginnen und Kollegen, für die Betriebsräte der Region bieten wir in 2016 wieder vier gemeinsame Seminare an. Wir wollen damit auf spezielle Themen eingehen, die euch in eurer Arbeit unterstützen und die wir betriebs- und branchenübergreifend anbieten. (Kein) Doping bei der Arbeit – Anti-Suchtseminar Zunehmend wird in Betrieben und Verwaltung die Bedeutung und Notwendigkeit von betrieblichen Programmen zu Prävention von Suchtmittelbrauch und Abhängigkeit erkannt. Eine Möglichkeit, Mitarbeitende vor der Entwicklung einer Abhängigkeit zu schützen und bei Vorliegen einer Suchterkrankung einen angemessenen Umgang zu finden, sind Betriebsvereinbarungen zur Suchtprävention. Wir wollen mit einem speziellen Seminarangebot Betriebs- und Personalräte qualifizieren, sich schützend für mögliche Betroffene einzusetzen. Details und Anmeldung Schwerbehindertenvertretung Diese wichtige Aufgabe kann nur in Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat funktionieren. Ziel muss es sein, die Eingliederung und Teilhabe schwerbehinderter Kolleginnen und Kollegen zu fördern und ihre Interessen zu vertreten und ihnen beratend zur Seite zu stehen. Dieses Grundlagenseminar soll die Basis für eine erfolgreiche Arbeit als Schwerbehindertenvertreter schaffen. Das Seminar richtet sich nicht nur an die SVB, sondern ist auch für Betriebsräte geeignet. Details …

Fliesenleger: Ohne Meisterbrief leiden Qualität und Ausbildung im Handwerk

Immer mehr Fliesenleger, immer weniger Meister im Kreis Oldenburg: Seit 2004 ist die Zahl der heimischen Fliesenleger-Betriebe drastisch gestiegen. Gab es im Bereich der Handwerkskammer (HWK) Oldenburg vor elf Jahren noch 293 Fliesenleger-Firmen, waren es im vergangenen Jahr bereits 605. Das ist ein Anstieg von 106 Prozent

Nordhorn: Diskussion „Faire Arbeit Jetzt“

Liebe Kollegin, Lieber Kollege, hiermit laden wir unsere Funktionäre der Ortsverbände und Fachgruppen sowie alle Betriebsräte und Interessierte ein, zur Informationsveranstaltung mit Erfahrungsaustausch am ein. Freitag, 5. Juni 2015 ab 19:00 Uhr im Hotel Bonke in 48527 Nordhorn, Stadtring 58 Folgender Ablauf ist geplant: Eröffnung und Begrüßung kleiner Imbiss IG BAU-Thema „FAIRE ARBEIT JETZT“, Hintergründe und Infos insbesondere zum Bauhauptgewerbe zum Gebäudereinigerhandwerk zu TTIP, und wie passt das zu FAIRE ARBEIT JETZT Diskussionsbeiträge (je mehr, je besser) Als Referenten konnten wir unseren stellvertretenden Regionalleiter Gero Lüers sowie unseren Regionalsekretär Piet Meyer gewinnen. Da für die Teilnehmer kostenlos ein kleiner Imbiss gereicht wird, bitten wir für eine genauere Planung vor Ort, um telefonische Rückmeldungen bei Herbert Hilberink unter 0163 89 388 18 oder per E-Mail an mail@herbert-hilberink.de. Wegen der Aktualität und großen Bedeutung der Themen ist es wichtig, sich zu Informieren. Nur wer gut informiert ist, kann richtig reagieren und handeln. Und nur wer handelt kann Verbesserungen herbeiführen. Über Deine Teilnahme würden wir uns sehr freuen. nordhorn-einladung-faire-arbeit Mit freundlichen Grüßen IG Bauen-Agrar-Umwelt Ortsverband Niedergrafschaft Herbert Hilberink

Oldenburg braucht 5.250 neue Wohnungen bis 2020

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Wohn-Prognose warnt vor Stillstand: In den kommenden fünf Jahren müssen in Oldenburg rund 5.250 neue Wohnungen gebaut werden. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf neueste Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Allein in diesem Jahr werden demnach etwa 970 zusätzliche Wohnungen in Oldenburg gebraucht. „Bei vielen Altbauten – gerade aus der Nachkriegszeit – lohnt sich eine Sanierung wirtschaftlich kaum noch. Damit fallen nach und nach immer mehr Wohnungen weg. Gleichzeitig kommen mehr Zuwanderer zu uns“, sagt Hans-Otto Rohde, Bezirksvorsitzender der IG BAU Nordwest-Niedersachsen. Außerdem gebe es einen starken Trend zu Ein-Personen-Haushalten. „All das lässt den Bedarf an neuem Wohnraum in Oldenburg steigen“, so Rohde. Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen fordert, beim Neubau besonders den bezahlbaren Wohnraum im Blick zu haben. „Wir brauchen in Oldenburg mehr Wohnungen für Normal- und Geringverdiener. Außerdem gibt es einen enormen Mangel an altersgerechten Wohnungen. Auch das Angebot bei Sozialwohnungen ist schon seit langem mehr als dürftig. Selbst wer einen Wohnberechtigungsschein hat, hat oft kaum …