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Forstliche Mitteilungen Oktober 2017

Regeneration von Bodenschäden Forstliche Mitteilungen Oktober 2017 [PDF] Seit den 1960er-Jahren nahm da Gewicht von Forstmaschinen bis heute kontinuierlich zu, was bei Befahrung im Wald zu erheblichen Schädigungen der Bodenstruktur führen kann. Insbesondere Befahrungen unter suboptimalen Bedingungen führen dazu, dass die Eigenstabilität der Böden überschritten und die Bodenstruktur zerstört wird. Die natürliche Regeneration der Böden dauert Jahre bis Jahrzehnte, meist findet keine vollkommene Regeneration statt. Um die Regeneration von Bodenfunktionen zu fördern und zu beschleunigen, werden unterschiedliche Bepflanzungen in Kombination mit technischen Bearbeitungen des Oberbodens, wie Mulchen und Kalken, untersucht. Bodenschäden als Folge von Befahrungen führen zur Störung der natürlichen Bodenstruktur und zur Verminderung des Wurzelwachstums. Dieses Phänomen hat verschiedene Ursachen. Durch zum Teil auch wiederholte Befahrungen mit schweren Maschinen werden Waldböden verdichtet. Nach großen abiotischen Schadereignissen, wie zum Beispiel nach dem Sturm „Lothar“ 1999, finden die Aufarbeitung und Holzbringung zudem unter suboptimalen Bedingungen statt. Wegen des hohen Zeitdrucks wird auch abseits von Befahrungslinien gefahren, oder Einschränkungen aufgrund hoher Bodenfeuchte werden nicht beachtet. Untersuchungen der Bodenzustandserhebung (BZE II) zeigten, dass nur ein Drittel des Waldbodens …

Forstwirtschaft – Deutliche Reallohnsteigerung

Beschäftigte der Länder halten Anschluss Tarif- und Besoldungsrunde 2017 Länder (TdL) zum TV-L und TV-Forst Tarifeinigung in der dritten Verhandlungsrunde. Am 17. Februar 2017 verständigten sich die Tarifvertragsparteien auf ein Tarifergebnis in der Tarif- und Besoldungsrunde für die Beschäftigen des öffentlichen Dienstes der Länder (außer Hessen), das deutliche Reallohnerhöhungen und strukturelle Verbesserungen beinhaltet. Mit dem umfassenden Gesamtpaket konnten die Gewerkschaften zentrale Forderungen umsetzen: deutliche Reallohnsteigerungen, Verbesserungen in den oberen Entgeltgruppen ausbalanciert durch eine soziale Komponente und Verbesserungen für die Auszubildenden. Damit halten die Beschäftigten der Länder Anschluss an den Entwicklungen im TVöD. Insgesamt ein positives Ergebnis, dass zeitweise nicht zu erwarten war. Ohne den Druck durch die Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen, insbesondere der Jugend, wäre das Ergebnis sicherlich nicht zustande gekommen. Im Einzelnen konnten wir Folgendes vereinbaren: Im Einzelnen konnten wir Folgendes vereinbaren: Entgelterhöhung rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2,0 Prozent, mindestens je-doch um 75 Euro begrenzt auf den Entgeltbetrag von 3.200,00 Euro und ab 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent. Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018 (24 Monate). In den Entgeltgruppen …

Tarifrunde 2017 für die Beschäftigten in der Waldarbeit

Auftaktverhandlung bleibt ohne Ergebnis! Beschäftigte fordern Anschluss an die Entwicklungen im TV-L Frankfurt, den 21. März 2017: Die IG Bauen-Agrar Umwelt (IG BAU) nimmt die Verhandlungen zur Tarifrunde 2017 zum TV-Forst und TVA-Forst mit den Ländern auf. Die IG BAU fordert für ihre Mitglieder die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme der forstrelevanten Einigungspunkte aus der Tarifeinigung vom 17. Februar 2017 zum TV-L und TVA-L BBiG sowie die Weiterentwicklung des Vorarbeiterzuschlags. Wir haben unsere Forderungen dargestellt und begründet. Die Verhandlungen endeten am Nachmittag Ergebnislos. „Nach den erfolgreichen bundesweiten Warnstreiks zur Tarif- und Besoldungsrunde 2017 zum TV-L, zu denen auch die IG BAU aufgerufen hatte, müssen unsere Mitglieder jetzt am Verhandlungserfolg teilhaben“, so Harald Schaum, Stellvertretender Bundesvorsitzender und Verhandlungsführer für die IG BAU. In den Verhandlungen wird es auch um weitere forstspezifische Tarifentwicklungen gehen. Was wollen wir konkret: Die Entgelte sind rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 75 Euro und ab 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent zu erhöhen. Der Garantiebetrag für Höhergruppierungen und die Besitzstandszulage zu den kinderbezogenen Entgeltbestandteilen sowie die Bemessungsgrundlage für die Erschwerniszuschläge sind …

Forst: Tarifeinigung mit den Ländern

Zusatzversorgung gesichert! Keine Rentenkürzungen -Systemwechsel verhindert Zusammen mit dem Verhandlungsergebnis vom 28. März 2015 in der Entgeltrunde mit der Tarifgemeinschaft deut-scher Länder (TdL) haben wir auch eine Tarifeinigung zur Betriebsrente (Zusatzversorgung) bei der VBL erzielt. Die cirka 472.000 pflichtversicherten Beschäftigten bei den in der TdL zusammengeschlossenen Ländern haben auch weiter-hin unverändert Anspruch auf die attraktive betriebliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung bei der VBL! Diese Betriebsrente erhalten die Versicherten zusätzlich zu ihrer Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie basiert seit 2001 auf einem Modell, nach dem jährlich Versorgungspunkte ermittelt werden, die zwei wesentliche individuelle Kom-ponenten berücksichtigen: Das Entgelt und das Alter der Beschäftigen im jeweiligen Versicherungsjahr. Den Versuch der Arbeitgeber, die steigenden Aufwendungen der VBL aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung durch Eingriffe in das Leistungsrecht der Zusatzversorgung auszugleichen, haben wir erfolgreich abwehren können. Weitere Informationen TI VBL-Rente TdL – Tarifeinigung MV

Forst: Kartellverfahren Rohholz

Forstliche Mitteilungen 2/2015 erschienen Die aktuelle Ausgabe der Forstlichen Mitteilungen. IGBAU Mitglieder bekommen die zugeschickt. Aus dieser Ausgabe: An die Bundesminister für Wirtschaft und Landwirtschaft und abgestimmte Antwort – Zum Kartellverfahren Rohholz Sehr geehrter Herr Bundesminister, das laufende Kartellverfahren gegen die gemeinsame Holzvermarktung in Baden-Württemberg hat weitreichende negative Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Forstwirtschaft, aber auch auf die Betriebe selbst sowie die nachgelagerte Holzwirtschaft. Die IG BAU befürchtet, dass in Folge des Kartellverfahrens nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in anderen Bundesländern bewährte länderspezifische Beratungs- und Betreuungsstrukturen zerschlagen werden könnten. Die IG BAU ist der Ansicht, dass gerade das Holzauszeichnen und das Erstellen der Holzlisten durch einen Staatsforstbetrieb für andere Betriebe nicht unter das Kartellverbot fallen darf. Beide Tätigkeiten sind Ausfluss von waldbaulicher Beratung der kommunalen und privaten Waldbesitzer und damit Bestandteil einer auf Nachhaltigkeitsgrundsätzen basierenden langfristig angelegten Steuerung des Naturgutes Wald. Die IG BAU bittet daher die Bundesregierung, dafür Sorge zu tragen, dass die bestehenden und erfolgreichen Strukturen von Einheits- oder Gemeinschaftsforstverwaltungen erhalten bleiben können. Die möglichst zeitnahe Anpassung des Bundeswaldgesetzes wäre aus …

Forst: Tarif- und Besoldungsrunde 2015

TdL macht Entgelterhöhung von Zugeständnissen zur VBL abhängig Tarifrunde 2015 TdL Auftaktverhandlung Am 16. Februar 2015 haben wir die Verhandlungen zur Tarif- und Besoldungsrunde 2015 für die unter den Geltungsbereich des TV-L fallenden Beschäftigten der Länder aufgenommen. Unserer Forderung nach 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro mehr Entgelt stehen leere Haushaltskassen und die gesetzliche Verpflichtung zur Haushaltskonsolidierung (Schuldenbremse) entgegen. Des Weiteren macht die TdL eine Einkommensentwicklung von Zugeständnissen in der Zusatzversorgung VBL abhängig. Weiter kann man nicht auseinander liegen! Das wird sicherlich eine schwierige Tarifrunde, in der die Durchsetzungskraft der Gewerkschaften unter Beweis zu stellen ist. Die Beschäftigten, die unter den Geltungsbereich des TV-Forst fallen sind nur mittelbar von den Verhandlungen zum TV-L betroffen. Das Verhandlungsergebnis wird nicht automatisch auf den TV-Forst übertragen, wird aber die Verhandlungen massiv beeinflussen. Im Nachgang zur Tarifeinigung zum TV-L werden wir prüfen, ob wir die zeit- und wirkungsgleiche Übernahme der um forstspezifische Forderungen zu ergänzenden Tarifeinigung zum TV-L fordern. Die Bundestarifkommission zum TV-Forst wird voraussichtlich am 20. März 2015 die Forderungen beschließen – der Sitzungstermin hängt jedoch vom tatsächlichen …