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Niedersächsischer Zoll kontrollierte mehr Betriebe

Arbeitgeber in der Region Weser-Ems müssen häufiger mit Besuch vom Zoll rechnen Das Risiko für Dumpinglohn-Firmen steigt: In der Weser-Ems-Region ist die Gefahr für Unternehmen, bei unsauberen Praktiken vom Zoll erwischt zu werden, erstmals seit Jahren gestiegen. Die zuständigen Hauptzollämter in Osnabrück und Oldenburg kontrollierten im ersten Halbjahr insgesamt 1.138 Betriebe – 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein im Baugewerbe prüften die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) zusammen 455 Arbeitgeber. Im Fokus dabei insbesondere: illegale Beschäftigung, Lohn-Prellerei und Betrug bei der Sozialversicherung. Das Hauptzollamt Bremen kontrollierte dagegen im ersten Halbjahr nur 75 Arbeitgeber im Baugewerbe und insgesamt nur 260 Betriebe – 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitgeteilt. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) an das Bundesfinanzministerium. Die IG BAU Region Weser-Ems kritisiert den Rückgang der Prüfungen im Bremer Zollgebiet. „Fast alle Hauptzollämter haben in den ersten sechs Monaten mehr kontrolliert – anders als Bremen. Jetzt muss auch hier die FKS nachziehen“, sagt Regionalleiter Wolfgang Jägers. Schwarzarbeit lasse sich wirksam …

IG BAU kritisiert „Gelegenheits-Visiten“ in der Weser-Ems-Region

Bremer Zoll kontrollierte 24 Prozent weniger Baustellen Weniger Zoll-Kontrollen: Bauunternehmer aus der Region zwischen Ems, Weser und Elbe müssen immer seltener damit rechnen, Besuch vom Zoll zu bekommen. Im gesamten Bereich des Hauptzollamts Bremen prüften die Beamten im vergangenen Jahr lediglich 237 Baubetriebe. Das sind 24 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Verglichen mit den Kontrollen, die es noch 2014 gab, ist dies sogar ein Rückgang von 50 Prozent. Dies gilt auch für die Hauptzollämter Oldenburg und Osnabrück: Hier waren es mit 360 und 374 Überprüfungen im Vergleich zu 2014 gut 40 Prozent weniger Untersuchungen. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitgeteilt. Die IG BAU-Region Weser-Ems spricht von „Kontrollen auf Lücke“. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) sei lediglich zu „Gelegenheits-Visiten auf dem Bau“ in der Lage. In den Städten und Kreisen, in denen die FKS der Hauptzollämter Bremen, Osnabrück und Oldenburg kontrollieren, gebe es immerhin mehr als 4.400 Bauunternehmen, so die Gewerkschaft. „Da kann sich jeder Bau-Boss ausrechnen, dass der Zoll ihm nur alle paar Jahre mal auf die Finger guckt“, kritisiert Regionalleiter Wolfgang Jägers. Zwar …