Alle Artikel in: Rückblick

Arbeitnehmertag der Landwirtschaftskammer

Digitalisierung in der Landwirtschaft Sehr geehrte Damen und Herren, Niedersachsen ist ein Land, in dem der agrar- und ernährungswirtschaftliche Sektor eine herausragende Rolle spielt. Er ist immerhin der zweitwichtigste Wirtschaftsbereich in unserem Lande. „Digitalisierung“, „Agrarwirtschaft 4.0“, „Precision und Smart Farming“, diese und ähnliche Schlagworte werden heute immer häufiger im Zusammenhang mit dem Landwirtschaftscluster genannt. Rasante Entwicklungen im Bereich der Datenbeschaffung, Sensorik, Satellitennavigation, Mobilfunktechnik und der Dokumentationsmöglichkeiten etablieren sich mehr und mehr auf den landwirtschaftlichen Betrieben. Die Entwicklung und Versorgung von P? anzenbeständen mit Nährstoffen, die örtlichen Bodenbegebenheiten, standortspezi? sche Erträge, umfangreiche Informationen aus Satellitendaten und Drohnenbefliegungen dienen vielen Landwirten bereits heute als Grundlage für eine dem Bedarf angepasste Bewirtschaftung der Flächen. Auch in der Tierhaltung werden bereits eine Vielzahl von Daten durch intelligente Systeme direkt an den Tieren oder z.B. in Verbindung mit dem Melkprozess erhoben, die Rückschlüsse auf viele produktionsrelevante Kenndaten erlauben und somit geeignet sind, die Milchqualität und das Tierwohl deutlich zu verbessern. Ziele dieser neuen Entwicklungen sind neben einer verbesserten Arbeitseffizienz und betriebswirtschaftlicher Effekte durch angepasste und präzisere Produktionsmitteleinsätze auch eine geringere …

Wirtschaft ohne Gesellschaft

Sozioökonomische Bildung als Gegenkonzept zu ökonomischer Bildung Weitgehend unbemerkt vollzieht sich ein Wandel in unseren Schu­len: Die Lehre der „reinen Wirtschaft“ hält Einzug und dominiert vielfach die Lehrpläne in den gesellschaftsbezogenen Fächern der weiterführenden Schulen. Dieser Trend soll mit der Veranstaltung zum einen kritisch reflektiert werden. Zum anderen soll ein Gegen­konzept der sozioökonomischen Bildung skizziert werden. Dazu referiert Reinhold Hedtke, der mit anderen zusammen im letzten Jahr die „Gesellschaft für sozioökonomische Bildung & Wissen­schaft“ gegründet hat. In deren Gründungserklärung heißt es: „Gegenwärtig lösen viele wirtschaftswissenschaftliche Curricu­la den Gegenstandsbereich Wirtschaft aus seinen gesellschaft­lichen, politischen, historischen und kulturellen Kontexten. Dies befördert einseitige Weltbilder und unterkomplexe Problem­wahrnehmungen, begrenzt Gestaltungsoptionen und erschwert oder verunmöglicht Problemlösungen. Deshalb bedarf es proble­morientierter, interdisziplinärer und pluraler Herangehensweisen an gesellschaftliche Problemlagen und politische Herausforde­rungen. Ökonomische Fragestellungen müssen in ihren sozialen, ökologischen, politischen und kulturellen Zusammenhängen ana­lysiert und reflektiert werden.“ Gerade angesichts des Aufstiegs rechtsnationalistischer Kräfte er­scheint die Notwendigkeit eines solchen politischen und sozioö­konomischen Bildungskonzeptes mehr denn je notwendig. Datum / Ort 7. November 2017 18:00 Uhr verdi Stau 75 Oldenburg Weitere Informationen Einladung >Sozioökonomische …

Tag der Arbeit – Der 1. Mai 2017 in der Region Weser-Ems

Auch in unserer Region finden zahlreiche Maiveranstaltungen an verschiedenen Orten statt. „Wir sind viele. Wir sind eins.“ lautet das Motto des DGB am 1. Mai 2017. Bundesweit rufen die Gewerkschaften zu Kundgebungen zum Tag der Arbeit auf. Die zentrale DGB-Kundgebung mit dem DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann findet in Gelsenkirchen statt. Am Tag der Arbeit werden im „Superwahljahr 2017“ die Gewerkschaften natürlich die Themen setzen, die die Politik unbedingt angehen muss, um Deutschland sozialer und gerechter zu machen. Das Jahr 2017 steht im Zeichen von drei Landtagswahlen – Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen – und der Bundestagswahl im Herbst. Die Themenschwerpunkte Rente und Arbeitszeit werden die Gewerkschaften deshalb 2017 besonders vorantreiben – auch am 1. Mai. Hier findet Ihr die Veranstaltungen zum 1. Mai 2017 in Niedersachsen. 1. Mai in Bremen – Demonstration und Kundgebung 1. Mai 2017 in Bremen Nord 1. Mai 2017 in Aurich 1. Mai 2017 in Brake 1. Mai 2017 in Wilhelmshaven 1. Mai 2017 in Papenburg 1. Mai 2017 in Oldenburg

Winter Baustelle

4.600 Betriebe in der Weser-Ems-Region können Schlechtwettergeld

Arbeitslos im Winter – das muss nicht sein: Die rund 4.600 Baubetriebe zwischen Ems, Weser und Elbe können ihren Mitarbeitern in der kalten Jahreszeit den Gang zum Arbeitsamt ersparen. Wenn auf den Baustellen witterungsbedingt nichts mehr geht, erlaubt das sogenannte Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-Kug) ab dem 1. Dezember die Weiterbeschäftigung von Maurern, Dachdeckern und Co. Diese erhalten von der Arbeitsagentur dann ein Ausfallgeld in Höhe von bis zu 67 Prozent des Nettolohns. Die IG BAU Weser-Ems spricht von einer „Winter-Brücke, die möglichst viele heimische Unternehmen nutzen sollten“ – zumal eine wichtige bürokratische Hürde weggefallen sei.

Erste Tarifverhandlung für die Baumschulen in der Region Weser-Ems

Lieebe Kolleginnen und Kollegen, am 19. Dezember 2016 wurden in Oldenburg für rund 170 Baumschulbetriebe in der Region Weser-Ems erstmals eigenständige Tarifverträge verhandelt. Die Region ist berühmt für die Qualität ihrer derer im Tarifgebiet Schleswig-Holstein und Hamburg, weshalb die Tarifkommission der IG BAU eine entsprechende Höhe der Löhne fordert. Außerdem muss ein Rahmentarifvertrag für die Beschäftigten der Baumschulen verhandelt werden, worin u.a. die , d.h. die Verknüpfung von Löhnen und Gehältern, angestrebt wird. Das Tarifgespräch hatte letztlich den Charakter einer ersten Sondierung der jeweiligen Positionen angenommenen, weshalb die Tarifverhandlungen am 30. Januar 2017 fortgesetzt werden. Bitte informiert die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben!

IG BAU kritisiert Pläne der EU-Kommission

Frankfurt am Main – Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor einem unkontrollierbaren Dumpingwettbewerb in der europäischen Bauwirtschaft. Hintergrund ist der Vorstoß der Europäischen Kommission, eine sogenannte Dienstleistungskarte einzuführen. Sie war bereits im Sommer unter dem Begriff Dienstleistungs-Pass gleichermaßen von Arbeitgebern wie Gewerkschaften kritisiert worden. Nunmehr plant die Kommission, am Dienstag 13. Dezember 2016 einen Gesetzesvorschlag für eine Dienstleistungskarte vorzulegen. „In ihrem Streben nach einem einheitlichen Binnenmarkt schießt die EU-Kommission hier über das Ziel hinaus. Den Dienstleistungs-Pass in Dienstleistungskarte umzubenennen, ändert nichts an den inhaltlichen Mängeln des Projekts. Im Ergebnis wird dadurch der Schutz entsandter Arbeitnehmer ausgehebelt und der Bausektor einem unfairen Wettbewerb ausgesetzt, bei dem sich die skrupel-losesten Anbieter durchsetzen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende und Präsident des Verbundes der europäischen Baugewerkschaften, EFBH, Dietmar Schäfers. „Die EU-Kommission muss dieses Vorhaben stoppen. Maßnahmen, die allen Betroffenen schaden, darf es nicht geben. Sie schüren zudem die Skepsis gegenüber der EU und machen es rechten Populisten leichter auf Stimmenfang zu gehen.“ Die geplante Dienstleistungskarte wird im Herkunftsland des grenzüberschreitend arbeitenden Bauarbeiters ausgestellt. Ob dort die Voraussetzungen eines …

Grafschafter Orts-Vorstände sind neu gewählt

Regionalsekretär Klaus Fischer in den Ruhestand verabschiedet Die beiden grafschafter Ortsverbände der IG Bauen Agrar Umwelt haben in Ihren jeweiligen Mitgliederversammlungen die turnusmäßigen Wahlen durchgeführt. Im Hotel Bonke in Nordhorn wählte der Ortsverband Nordhorn-Obergrafschaft Herbert Hilberink zum neuen Vorsitzenden. Er steht einem 7-Köpfigen Gremium vor. In Veldhausen im Gasthaus Westhuis wurde Günter de Bruin zum Vorsitzenden eines ebenfalls 7-Köpfigen Gremiums des Ortsverbands Niedergrafschaft gewählt. Hier haben sich dann auch beide Ortsvorstände versammelt, um den langjährigen Regionalsekretär Klaus Fischer aus dem Hauptamt in den verdienten Ruhestand zu verabschieden. Neben den beiden Vorsitzenden fand auch Horst Krügler vom DGB Kreisverband Grafschaft Bentheim würdigende Worte zur mehr als 34 jährigen Zusammenarbeit von Klaus Fischer mit den grafschafter Ehrenamtskollegen. Neben rührenden Abschiedsgeschenken gab es dann noch so manche Anekdote zu erzählen. Klaus Fischer und seine Frau Jeanette sowie alle Anwesenden versprachen aber auch in Zukunft Kontakt zu halten. Die Sprechstunden der IG BAU im Hotel Bonke werden nach dem Ausscheiden von Klaus Fischer künftig nach telefonischer Terminabsprache über das IG BAU Büro in Osnabrück unter 0591 – 916 66-0 …

Neue Vereinbarung „Staubminimierung beim Bauen“

Staub-Schutz wird für 160 Baubetriebe im Landkreis Oldenburg zur Pflicht Bohren, schneiden, Putz abschlagen – staubige Arbeiten gibt es auf jeder Baustelle. Und die machen oft krank. Doch damit soll nun Schluss sein: Ab sofort müssen die rund 160 Baubetriebe im Kreis Oldenburg ihre Mitarbeiter besser vor Staub schützen – und zum Beispiel Luftreiniger anschaffen, um neue Staub-Grenzwerte einzuhalten. So steht es in der Vereinbarung „Staubminimierung beim Bauen“. Diese „Anti-Staub-Charta“ haben IG Bauen- Agrar-Umwelt (IG BAU), Arbeitgeberverbände der Baubranche, Bundesarbeitsministerium und Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft jetzt unterschrieben. Vom Maurer über den Trockenbauer bis hin zum Dachdecker profitieren nach Angaben der IG BAU allein im Landkreis Oldenburg rund 1.390 Bauarbeiter von den neuen Schutz-Standards. Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen spricht von einem „Meilenstein für die Branche“: „Mit den neuen Regeln könnte das Bild vom dreckigen und abends hustenden Bauarbeiter bald der Vergangenheit angehören“, sagt Bezirkschef Hans-Otto Rohde. Für Tausende Beschäftigte in der Region dürfte das Risiko, an den Atemwegen oder an Lungenkrebs zu erkranken, deutlich sinken. Denn staubarmes Arbeiten werde nun endlich zur Pflicht, an die sich auch …

Azubis wählen „Nachwuchs-Betriebsräte“

Junge Beschäftigte können bis 30. November Stimme abgeben Wenn sich der Nachwuchs einmischt: In Oldenburg wählen Azubis und junge Beschäftigte ihre „U 25-Sprecher“. Noch bis zum 30. November können sie über ihre Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) im Betrieb entscheiden. Darauf hat die IG BAU Nordwest-Niedersachsen hingewiesen. „Mit ihrer Stimme verschaffen sich Berufsstarter das nötige Gehör beim Chef. Die JAV ist die Interessenvertretung der jungen Beschäftigten in den Unternehmen“, erklärt IG BAU-Bezirkschef Hans-Otto Rohde. Jede abgegebene Stimme sei wichtig, so Rohde – gerade auch mit Blick auf die neuen Azubis: „Egal, ob Scherereien mit dem Ausbilder, häufige Überstunden, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Ausbildungsqualität – es gibt viele Azubi-typische Probleme. Hier kommen die Jugendvertreter ins Spiel. Durch ihr Mandat können sie mit dem Chef Klartext reden – und auf Verbesserungen pochen“, sagt Rohde. Denn gerade zu Beginn der Lehre trauten sich viele Azubis nicht, Probleme selbst anzusprechen. Die IG BAU Nordwest-Niedersachsen appelliert an die heimischen Firmen, die Wahlen zu unterstützen. Denn eine engagierte Jugend könne schließlich ein großer Gewinn gerade auch für die Handwerksbetriebe sein, ist sich …